Auf Müntzers Spuren

von Wolfgang Brauer Ich gebe zu, ich bin ein voreingenommener Müntzeraner. Das geht wahrscheinlich auf eine doppelte biografische Prägung zurück. Manche Kindheitserlebnisse erweisen sich später als nachhaltig. So mein erster Besuch des Schlosses Wernigerode irgendwann in den frühen 1960er Jahren. Das seinerzeit in den Räumen des im späten 19. Jahrhundert historistisch umgemodelten Baues installierte Museum… Auf Müntzers Spuren weiterlesen

Sentenzen (4)

Valmiki (zwischen dem 4. Jh. v.u.Z. und dem 2. Jh. u.Z.) Valmiki schreibt „Das Ramayana“ (Indische Miniatur).Foto: wikimedia commons / gemeinfrei Wenn ein Herrscher sich mit zehntausend Unwissenden umgibt, kann er von diesen keine Hilfe erwarten, darum sollte er zu seinem Vorteil und zum Vorteil des Reiches weise und in den Gesetzen bewanderte Ratgeber bestimmen.… Sentenzen (4) weiterlesen

Sentenzen (2)

John Stuart Mill (1806-1873) Gerade weil die Tyrannei der öffentlichen Meinung so stark ist, dass das Exzentrische einem zum Vorwurf gemacht wird, ist es erwünscht, dass man exzentrisch ist, um diese Tyrannei zu durchbrechen. Exzentrisches Wesen war immer reichlich und da vorhanden, wo Charakterstärke reichlich vorhanden war. Und das Ausmaß der Exzentrizität in einer Gesellschaft… Sentenzen (2) weiterlesen

Ein Aufstand, der nicht stattfand. Volker Brauns Erzählung „Die hellen Haufen“ (2011)

von Ulrich Kaufmann „Arbeitslosigkeit ist ein Gewaltakt. Sie ist ein Anschlag auf die körperliche und seelisch-geistige Integrität, auf die Unversehrtheit der davon betroffenen Menschen. Sie ist Raub und Enteignung der Fähigkeiten und Eigenschaften …“Oskar Negt (2001) Der Lyriker und Dramatiker Braun ist als Prosaist gleichermaßen experimentierfreudig. Wir kennen ihn als Novellisten (Die unvollendete Geschichte, Das… Ein Aufstand, der nicht stattfand. Volker Brauns Erzählung „Die hellen Haufen“ (2011) weiterlesen