von Wolfgang Brauer Das niedersächsische Worpswede wird immer wieder mal gern als „Weltdorf“ bezeichnet. Das bezieht sich nicht zuletzt auf die sich seit 1889 zu einer Künstlergemeinschaft zusammengefunden habenden Maler und Grafiker Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler. Was dabei meist verschwiegen wird, ist die Herkunft des Begriffes „Weltdorf“.… Dem „Weltdorf“ unter den Teppich geschaut… weiterlesen
Schlagwort: Antisemitismus
Erlesenes – Neues über Gereon Rath, ein schmerzvoller Gang über einen Jüdischen Friedhof und etwas Poesie
von Wolfgang Brauer Heute sind es drei Titel, die ich gerne empfehlen möchte. Viele Leserinnen und Leser sind Fans – oder auch nicht? – der Gereon-Rath-Romane Volker Kutschers. Band 10 endet ja ziemlich enigmatisch. Kutscher hat jetzt die Nachkriegsbiografie Raths enthüllt… Jacques Schuster, Chefredakteur der WamS, hingegen schrieb einen „literarischen Speziergang“ über den Jüdischen Friedhof… Erlesenes – Neues über Gereon Rath, ein schmerzvoller Gang über einen Jüdischen Friedhof und etwas Poesie weiterlesen
Erlesenes – ein bayerischer Dichter, Fememorde und Juden in der Linken
von Wolfgang Brauer Oskar Maria Graf (1894-1967) gehört zu den großen deutschen Erzählern des 20. Jahrhunderts. Manche stecken ihn, der seine bajuwarischen Prägungen zeitlebens nie verleugnete – sie sind für seinen Erzählstil essentiell –, in die Schublade der Voralpentümelei. Da gehört er nicht hin. Und Graf mit Ludwig Thoma zu vergleichen, verbietet sich angesichts der… Erlesenes – ein bayerischer Dichter, Fememorde und Juden in der Linken weiterlesen
Von der Macht der Erinnerungen – Lizzie Doron im Theater im Palais
von Wolfgang Brauer Manches Erlebte braucht Zeit, sich zu setzen. Noch dazu, wenn es sich auf Umwegen – und Kunst kommt immer auf Umwegen daher, sonst ist es keine – im Unterbewusstsein festsetzt. Und über dieses Stück und diese Inszenierung zu schreiben, habe ich mich einige Tage gescheut. Das wäre mir nicht passiert, wäre die… Von der Macht der Erinnerungen – Lizzie Doron im Theater im Palais weiterlesen
„… mit den Augen der Wissenden“ – Helene Weigel und das Judentum
Helene Weigel gehört zu den großen Ausnahmeschauspielerinnen des Welttheaters des 20. Jahrhunderts. Wolfgang Pintzka gab diesen Band mit Texten Bertolt Brechts und Fotos Gerda Goedharts 1959 im Henschelverlag Berlin heraus. Immer noch eines der schönsten Bücher über die Weigel, wie ich finde. (Sammlung W. Brauer) Geboren wurde sie als zweite Tochter des „Correspondenten“ Siegfried Weigl… „… mit den Augen der Wissenden“ – Helene Weigel und das Judentum weiterlesen
Das Mädchen mit dem gelben Stern
Niemand schätze die Kunst, ein gutes Kinderbuch zu schreiben, gering. Kinder sind ein erbarmungslos kritisches Lesepublikum. Sie räsonnieren nicht, sie steigen einfach aus. Und was sie überhaupt nicht abkönnen, ist der pädagogische Zeigefinger. Den kennen sie zur Genüge von Eltern, Lehrerinnen – auch Lehrer praktizieren den – und all den Anverwandten und Bekannten, die sich… Das Mädchen mit dem gelben Stern weiterlesen
Zenzl und Erich Mühsam – Eine Doppelbiografie
„Tatsächlich ist Erich Mühsams Wirken ohne die Frau an seiner Seite nicht zu denken.“ Für Rita Steininger war diese Einschätzung Schreibanregung zu einer bemerkenswerten Doppelbiografie über Zenzl (Kreszentia) und Erich Mühsam, die kürzlich im Bremer Donat Verlag erschienen ist. Mit leichtem Erstaunen stellt die Autorin in der Einleitung fest, dass ihr Buch die erste Abhandlung… Zenzl und Erich Mühsam – Eine Doppelbiografie weiterlesen