von Axel Matthies
Der Text „Ins Blaue hinein“ von Erhard Weinholz ist anregend und vor allem ohne besserwisserische Tonalität – er ist eine Einladung zum Diskurs.

Berlin-Hellersdorf – Auerbacher Ring. Keine halbfertige „Plattenbau-Wüste“, hier standen einmal Schulen. Foto: W. Brauer (2006)
Warum ist der Ostdeutsche ostdeutsch, also anders? An dieser schwierigen Frage scheitern fast alle westdeutschen Forscher, aber auch nicht wenige ostdeutsche. Der Text bei t-online, auf den Weinholz verweist, ist wahrscheinlich der von Christoph Becker und enthält alle Fehlurteile, die man fällen kann – das Kernzitat: „Die Ergebnisse der Landtagswahlen in ostdeutschen Bundesländern zeigen, dass gut die Hälfte der Wähler Parteien mit einem antiliberalen, antiwestlichen, ausländerfeindlichen, EU-skeptischen und Pro-Kreml-Programm ihre Stimme gibt.“ Unsachlicher und peinlicher kann man nicht urteilen. Auf der anderen Seite erscheinen muntere Beiträge bekannter Autorinnen wie Sabine Rennefanz mit Titeln wie „Die wahre Einheitsgeneration? Ostdeutsche Millennials sind komplett westdeutsch“. Wächst sich also das Problem von selbst aus?
Steffen Mau ist eine ganz wichtige ostdeutsche Stimme, die Fakten korrekt zur Kenntnis nimmt und analysiert. Die deutsche Einheit, so Mau, war eine Mesalliance zweier recht ungleicher Partner. „Aus asymmetrischen Vorbedingungen der Wiedervereinigung sind heute recht hartnäckige Ungleichheitsverhältnisse geworden.“ Ich merke das jeden Monat an meiner überwiesenen Rente, die die offizielle Armutsgrenze touchiert. Aber weder mir noch Millionen anderer ostdeutscher Rentner ist das großer Reden wert. Wir haben nie üppig gelebt, eher bescheiden oder höchstens angemessen. Wir kommen zurecht.
Vor wenigen Tagen wurde ein sogenannter Glücks-Report Deutschland der Uni Freiburg (Bernd Raffelhüschen) veröffentlicht, in dem die Zufriedenheit der Menschen in den Bundesländern erfragt und beschrieben wurde. Es kamen überraschende Ergebnisse zutage:
– Im Glücksreport 2025 stieg die Lebenszufriedenheit in Ostdeutschland stärker als im Westen, was die „Glückslücke“ verringerte.
– Thüringen hatte dabei die höchste Lebenszufriedenheit unter den ostdeutschen Ländern, was dem Bundesland den Platz 6 (von 16) in Deutschland einbrachte. Sachsen-Anhalt rutschte auf Platz 11 ab, Sachsen lag auf Platz 12; Berlin übrigens ganz hinten …
– In Ostdeutschland ist die Einkommenszufriedenheit unterdurchschnittlich ausgebildet, dafür ist die Zufriedenheit mit Arbeit, Familie und Freizeit stabil. In Thüringen sind die Menschen besonders zufrieden mit ihrer Arbeit. Dort bestimmen Klein- und Mittelbetriebe die Wirtschaft.
Die Selbstauskünfte der Betroffenen wiegen für mich hier schwerer als die soziologische Kernaussage, dass die materiellen Lebensbedingungen entscheidend für die weiteren Umstände des Lebens seien. Die Lebensbedingungen in Deutschland sind für die Mehrheit auf einem auskömmlichen Niveau und zwingen nicht zur Verzweiflung. (Wenngleich weitere, vor allem politische, Umstände dazu reizen können.) Die Wahl der AfD als politische Handlung hat meiner Meinung nach andere Ursachen.
Wenn man sich die Wahlergebnisse in Deutschland seit 2021 betrachtet, fällt auf, dass die AfD in den Jahren 2021 und 2022 überall verliert, in den Jahren danach aber in allen Bundesländern signifikant zulegt. Der Hintergrund ist für mich ganz klar: die Ampelregierung versprühte am Anfang überall Optimismus, kann diese Erwartung am Ende aber nicht erfüllen und scheitert verzagt mit den Themen Wärmepumpe, Verbrenner und Migration. Bei den Länderwahlen wird vor allem die SPD bestraft, bei der Bundestagswahl 2025 siegt die AfD deutlich im Osten, erzielt aber in den westdeutschen Flächenländern nun Ergebnisse zwischen 15 und 20%. Die Wähler bestrafen die Politik der etablierten Parteien. Die repräsentative Demokratie erleidet Mal für Mal Schiffbruch, der vormundschaftliche, bürokratische Staat vergrämt seine Bürger.
Ich habe drei Jahre vergeblich mit vielen anderen Akteuren gegen Nachverdichtungsprojekte in Berlin-Hellersdorf gekämpft. Wir sind von der Stadtpolitik, insbesondere der SPD, ignoriert und verleumdet worden. Die Idee der Nachverdichtung unter Ausschluss der Bestandsmieter war eine Erfindung von Rotgrünrot und wird nun von Schwarzrot weiter geführt. Interessant dabei ist, dass bei Nachverdichtungen in Ostberlin davon ausgegangen wird, dass Marzahn-Hellersdorf generell „unbeplant“ sei und man daher praktisch alle grünen Innenhöfe als „unbeplante Innenbereiche“ nach §34 BauGB überbauen kann.

Nachverdichtung in Berlin-Marzahn, Märkische Allee / Wuhletalstraße: 5 Wohnhäuser mit insgesamt 273 WE. Rechts (die 2 Kräne…) wird das 21-Etagen-Hochhaus „Wuhletal-Fenster“ (203 Eigentumswohnungen) gebaut. Foto: W. Brauer (2020)
Die Großsiedlungen Hellersdorf und Marzahn sind lückenlos durchgeplant. Aber keine einzige politische Partei protestiert gegen die Brüskierung. Ich beobachte bei einer Reihe meiner aktivistischen Gefährten eine gewisse politische Radikalisierung. In der alltäglichen Bewährung erleidet die Demokratie also eine schwere Niederlage. Dagegen kommen die vielen Demokratie-Projekte, bei denen man über alles Mögliche abstimmen und unterzeichnen soll, über dürres Gezirpe nicht hinaus.
Dennoch hält der Herbst 2025 eine faustdicke politische Überraschung bereit, die in den Medien kaum gewürdigt wird: bei den Bürgermeister-Wahlen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen gewinnt in den Städten kein einziger Kandidat der AfD! In den Hochburgen der AfD, wo gemeinhin ein Durchbruch der Blauen erwartet worden war – so etwa in Meißen oder Eisenhüttenstadt –, verhindern Bündnisse und beliebte Einzelbewerber den kommunalpolitischen Durchbruch der Rechtsextremen. Die Ostdeutschen sind hellwach!
Dennoch ist der öffentliche Diskurs in den zurückliegenden Jahren immer anstrengender und unnachgiebiger geworden. Er verdeckt oft reale positive Ergebnisse. Die AfD existiert seit 2013, die Theorien von Identität, Postkolonialismus und Gender in der Öffentlichkeit nahezu zeitgleich. Seitdem, forciert durch die Corona-Zeit, spitzt sich der Kampf um die Deutungshoheit zu. Dabei dulden die „progressiven Kräfte“ keinen Widerspruch, sehen nicht nur die Rechtsextremen als politische Feinde, sondern nahezu alle, die nicht ihrer Meinung sind. Morgen biege der Faschismus um die Ecke. Was viele Menschen, gerade auch in Ostdeutschland, hingegen verunsichert: Deutschland ist immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, beim Bereitstellen sozialer, kultureller oder kommunalpolitischer Mittel scheint sie die drittkleinste zu sein.
Mein ehemaliger Kommilitone Wolfgang Engler titelte eines seiner Bücher „Die Ostdeutschen als Avantgarde“. Er denkt dort darüber nach, wie die Ostdeutschen, die durchweg Transformationserfahrungen haben, in die postindustrielle, also nacharbeiterliche Gesellschaft kommen werden. Sehr gut, konstatiert Engler, denn sie hätten bereits „Arbeitsentzug“ kennen gelernt und sich alternative Beschäftigungen gesucht. Vielleicht schaffen sie es auch, das ist mein Denkangebot, Wege zu finden, wie in einer demokratischen Gesellschaft mit einer legalen Partei umgegangen wird, die von 30 bis 40% der Bevölkerung gewählt wird.

„Arbeitsentzug“ 1999 – der Staatsbruch Lehesten (Thüringen). Foto: W. Brauer (2025)
Lieber Herr Matthies,
mir gefällt sehr, dass Sie die Anregungen von Erhard Weinholz zu deren gedanklicher Weiterführung genutzt haben. Und weitestgehend stimme ich Ihrem Befund auch zu.
Nur vor einem möchte ich warnen: In einer Polemik sollte man nicht mit Vermutungen arbeiten, schon, weil die gern mal zu Unterstellungen mutieren. Wenn Sie also schreiben, Ihnen „schiene“ Deutschland beim Bereitstellen sozialer, kultureller oder kommunalpolitischer Mittel die drittkleinste Volkswirtschaft zu sein, so ist das leider kontrafaktisch.
Der Posten „Arbeit und Soziales“ im Bundeshalshalt beläuft sich auf
179 Mrd. Euro, was 37 Prozent vom Ganzen entspricht
In der EU (Gesamt) betrug dieser Anteil 26,8 % im Jahr 2023, was sich mit Sicherheit auch 2024 nicht wesentlich geändert hat wie auch bei den Einzelstaaten.
Für ausgewählte Länder heißt das:
Frankreich ca. 31,3 %
Finnland ca. 31,2 % i
Österreich ca. 29,7 %
Irland ca. 12,0 %
Malta ca. 13,2 %
Ja – man kann und muß kritisieren, dass diese Ausgaben in D. nicht allerorten ausreichen und berechtigter Mehrbedarf besteht, keine Frage.
Nur eben – siehe oben.
Mit herzlichem Gruß,
Heinz Jakubowski
Lieber Heinz Jakubowski,
Axel Matthies verglich mitnichten die jeweiligen Anteile von „Arbeit & Soziales“ am jeweiligen National-Etat. Wenn man das täte, müsste man genauer hinsehen, was wo eigentlich wofür ausgegeben wird. Der Teufel steckt da im Detail… Das ist nicht sein Thema. Matthies sprach vom Anteil „sozialer, kultureller oder kommunalpolitischer Mittel“ – und da liegt in diesem Lande einiges im Argen. Nun könnte man entgegnen, dass die öffentliche Förderung zum Beispiel von Theatern und Opernhäusern in Italien oder Frankreich gegen Null tendiert – aber das wäre wieder ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Mit absoluten Zahlen muss man vorsichtig sein. Um mich verständlicher zu machen ein kleines Beispiel: Natürlich gibt das Land Berlin derzeit (noch) unwahrscheinlich viel Geld für Kultur aus. Nur: in Reinickendorf oder Marzahn-Hellersdorf (einwohnerstarke Bezirke) kommt davon kaum etwas an. Und selbst das touristisch schillernde Treptow-Köpenick weiß derzeit nicht, ob das Schlossplatz-Theater gehalten werden kann. Die Deutsche Oper in Charlottenburg hingegen leistet sich ab 2026 drei (3!) „Generalmusikdirektoren“…
Lieber Herr Matthies,
ich hatte gedacht: Ich sage erst einmal gar nichts und warte ab, wie sich die Debatte entfaltet – aber sie will sich anscheinend nicht so recht weiterentfalten, also doch noch ein paar Anmerkungen.
Dreierlei vorab:
Daß mein kurzer Text einigen Widerhall gefunden hat, freut mich; was will man mehr, sagt man sich als Autor.
Marzahn und was dort planerisch-städtebaulich danebengegangen ist, dazu ist im „Mieterecho“ vom September 2025 eine zwar etwas kurze, aber doch interessante Untersuchung von Simone Hain erschienen. Aber vielleicht kennen Sie die auch schon.
Als Drittes noch etwas zu den beiden Kommentaren zu Ihrem Beitrag: Ich finde beide nützlich, sowohl den Hinweis von Heinz Jakubowski als auch die Erwiderung von Wolfgang Brauer; sie ergänzen einander für mein Empfinden. Mir scheint, Ihr Satz „Was viele Menschen, gerade auch in Ostdeutschland, hingegen verunsichert: Deutschland ist immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, beim Bereitstellen sozialer, kultureller oder kommunalpolitischer Mittel scheint sie die drittkleinste zu sein“ ist eher rhetorische Wendung als genaue Darstellung eines Sachverhalts … denn auf welchem Platz Deutschland in der genannten Hinsicht steht, auf dem dritt-, viert- oder fünfletzten, beschäftigt wohl kaum jemanden. Es ist allerdings schwierig, das Problem konkreter zu fassen – was denken die Menschen nun tatsächlich über die betreffende Ausgabenpolitik?
Damit versuche ich zum eigentlichen Thema überzuleiten. Und muß erst einmal sagen, daß ich über manche Aussagen aus dem Osten staune. Vor etwa einem halben Jahr habe ich mich ausführlich mit einem alten Bekannten unterhalten, einst in der kirchlichen Friedensbewegung aktiv, dann in der SPD, wo er noch jetzt politisch zuhause ist. Das Gespräch kam auch auf Rußland, auf das Verbot von Memorial, und er meinte, Druck erzeuge eben Gegendruck. Das heißt aber: Hätte der Westen zu allem, was die Menschenrechte in Rußland betrifft, den Mund gehalten, was er ja in anderen Fällen auch getan hat, dann wäre Memorial nichts passiert. Und das ist natürlich Unsinn, das Memorial-Verbot ergibt sich aus der Logik der Putinschen Geschichtspolitik, die Unterstützung aus dem Westen diente lediglich als Verbots-Vorwand. Aber wie kommt man zu solchen Vorstellungen? Es ist mir schleierhaft. Auf alle Fälle bestätigen sie gängige Vorurteile.
Ich stimme Ihnen zu: eine sozusagen platt materialistische Ableitung des Denkens und Verhaltens aus den Umständen hilft hier nicht weiter. Sie bringen in dem Zusammenhang den Glücks-Report und die Erfassung der Zufriedenheit ins Spiel. Das Problem ist hier aber: Diese Kennziffer erklärt meines Erachtens herzlich wenig. Zufriedenheit kann (aus meiner Sicht, muß ich dazu sagen) etwas Gutes sein, muß es aber nicht. Politische Schlußfolgerungen kann man aus ihr schlecht ziehen. Bei manchem wünschte ich mir jedenfalls mehr Unzufriedenheit.
Sie verweisen dann auf die Entwicklung der Wahlergebnisse in den letzten Jahren, setzen sie in Beziehung zu Hoffnungen, die nicht erfüllt wurden. Aber auch das erklärt meines Erachtens wenig; die Frage ist ja, weshalb ein beträchtlicher Teil der Wählerschaft sich darauf einer Partei zuwendet, die sich bisher durchaus nicht als Meister der Problemlösung erwiesen hat. Und so dürfte es grundsätzlich sein: Jede Erklärung wirft neue Fragen auf. Kommt man irgendwann zu einem letzten Grund? Vielleicht … in gewissen Bereichen zumindest. Ein solcher Grund könnte unsere genetische Ausstattung sein. Die Idee der Vererbung erworbener Eigenschaften war eine Irrlehre, aber zwischen Lebensbedingungen und Gen-Struktur bestehen durchaus Beziehungen. Es ist nun aber so, daß der Mensch über zehntausende und aberzehntausende von Jahren in der Natur wirken konnte, wie er wollte – es war für das große Ganze belanglos. Geändert hat sich das erst in den letzten 150 Jahren; was das von uns verlangt, ist zwar dem Intellekt (meistens) klar, aber es ist uns längst nicht in Fleisch und Blut übergegangen, wie man so sagt. Eine solche Erklärung wirft allerdings ebenfalls eine Frage auf, nämlich: Ja – und nun?
Mit herzlichem Gruß: Erhard Weinholz.
P.S.: Auf die Schwierigkeiten beim politischen Diskurs, auf die Sie zu Recht verweisen, bin ich nicht eingegangen, es wäre wohl ein Thema für sich.
Lieber Herr Jakubowski und lieber Herr Weinholz,
vielen Dank für Ihre Kommentare zu meinem Text. Ich möchte Ihnen kurz antworten.
Die Texte von Heinz Jakubowski lese ich stets mit Interesse, da sie immer aus volkswirtschaftlicher Perspektive geschrieben sind; ohne jegliches ideologisches Geschwelge. Natürlich war das Bild von drittgrößter und drittkleinster Volkswirtschaft meilenweit übertrieben. Aber dieses Bild passt in die Welt, wenn es aus lokalpolitischer Perspektive gesehen wird. Der Sozialetat Deutschlands ist riesengroß, da wird richtig ausgegeben. Wenn man genauer hinsieht, stellen sich einem auch Fragen. Wenn jedoch in einem sozial sehr angespannten Bezirk wie Marzahn-Hellersdorf ausgerechnet die Schulsozialarbeit gekürzt, der Grünetat scharf geschnitten wird, zugleich viele Flächen überbaut werden, da stellen sich einem Fragen. Marzahn-Hellersdorf hat immer noch kein eigenes Schwimmbad, im Sommer jedoch sprühen noch nicht einmal alle Brunnen Wasser. Die Menschen stellen sich einfach die Frage, wo das viele Geld bleibt…
… und sie haben ihre Antworten, um zu Erhard Weinholz überzuleiten. Diese Antworten sind einfach und sie sind bekannt. Man mag sie gut oder weniger befinden; Menschen denken so. Ich halte 80% der AfD-Wähler für Protestwähler. Und jetzt, wo es darauf ankam, haben sie wieder vernunftbegabt gehandelt.
Ihre Unterhaltung mit einem alten SPD-Bekannten über Deutschlands Beziehung zu Russland scheint sich exemplarisch durch die ganze Partei zu ziehen, von Steinmeier bis zu Mützenich: wir müssen die Russen besser verstehen. Wir Ostdeutschen haben die Russen immer verstanden: von ihnen zu lernen hieß, siegen zu lernen, ewiger Ruhm den Sowjetsoldaten. Nun wollten die Russen doch Krieg – und Schuld haben wieder die anderen, nämlich „der Westen“. Erstaunlich dabei die ideologische Einheitsfront von AfD, SPD, LINKEN und BSW. Aber das wäre auch ein neuer Text.
Wo ich mir aber sicher bin: ein nicht geringer Teil der AfD-Wähler, jedenfalls die Älteren, waren die begeisterten D-Mark-Schwenker vom 1. Juli 1990. Die haben als erste gemerkt, dass sie auf dem falschen Dampfer waren. Nun sind sie enttäuscht und auch böse. Und ihre Nachkommen werden da nicht anders denken. Aber wie gesagt: ich traue diesen Wählern auch Überraschungen zu. Ganz im Sinnen Englers: die Ostdeutschen als Avantgarde!
Ich wollte mich kurz fassen und höre schon auf. Vielleicht können wir – und andere Leser – uns hin und wieder austauschen. Freundlich – Axel Matthies