von Wolfgang Brauer
Der Wal „Timmy“ – den Namen erhielt der gestrandete Buckelwal wegen des Timmendorfer Strandes, da landete er erstmals an, ehe ihm seine Retter eine lange Leidenszeit in der Nähe der Insel Poel bescherten –, also genaugenommen sein Kadaver, wurde vor wenigen Tagen an der dänischen Küste angespült. Leider sind die dänischen Behörden nicht so kooperationswillig wie die deutschen, sie wollen das tote Tier schlichtweg am Strand vergammeln lassen und warnen wegen möglicher Explosions- und Infektionsgefahren davor, sich ihm zu nähern. Als wenn das deutsche Tierschützer und „Influencer“ interessieren würde, wenn die ihre individuelle – natürlich für das Netz zu dokumentierende… – Totenwache halten wollen.

Der heißt nicht Sandokan – ist aber trotzdem ein Tiger aus Malaysia (Panthera tigris jacksoni). Auch er stellt sich die Frage, abhauen oder angreifen…
Foto: W. Brauer (2025)
Der Leipziger Tiger, der es am 17. Mai in die Medien schaffte, erhielt keinen Kuschelnamen. Tiger sind keine Sympathieträger, sondern fressen auch Menschen. Jedenfalls versuchte der sächsische Umweltminister – anders als sein mecklenburgischer Kollege mit Wal Timmy – auch kein Gespräch mit „Sandokan“. So hieß die große Mieze. Der echte Sandokan, der „Tiger von Malaysia“, war auch gefährlich, aber eine Romanfigur. Die sächsische Polizei jedenfalls hat das entlaufene Tier mit großem Aufwand erschossen und kontrollierte anschließend die Gegend mit Drohnen, ob da nicht vielleicht doch noch… Man hätte auch die Halterin fragen können, wieviele Katzen ihr denn eigentlich entwichen seien. Drohnen sind allerdings dramatischer und zeigen an, dass unsere Ordnungshüter ihren Aufgaben gewachsen sind. Und es wird sowieso Zeit, den Begriff „Drohne“ positiver zu besetzen! Der Minister Pistorius allein schafft das nicht.
Auf die Idee, den Tiger einzufangen, möglicherweise mit einem Betäubungsgewehr, kam offenbar niemand. Es ging wohl von Anfang an um den „finalen Rettungsschuss“. Für unsere Tierschützer ist das nun wieder ein Startzeichen, gegen die Zootierhaltung vorzugehen, auch wenn Sandokan keinen Zoo bewohnte. In Berlin-Friedrichshain sammeln übrigens Tierfreunde die Rattengiftköder ein. Nicht wegen der eventuell gefährdeten freilaufenden Hunde oder Katzen – wegen der Ratten. Niemand soll nämlich qualvoll an zerfetzten Innereien sterben müssen. Auch Ratten nicht! Wann war eigentlich der letzte Pestausbruch in Deutschland? Es wird wohl mal wieder Zeit für eine richtige Epidemie.
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Schlimmer noch als Rattengift sind vergiftete Friedensvorschläge. Man kann ja endlos orakeln, weshalb Russlands Präsident Putin jetzt doch über Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges nachdenkt. Möglicherweise fürchtet er inzwischen, dass der für ihn zu seinen Lebzeiten nicht mehr zu gewinnen ist. Er hat einen Vermittler ins Spiel gebracht: Gerhard Schröder, Alt-Bundeskanzler, GAZPROM-Lobbyist, Putin-Freund und noch immer SPD-Mitglied. Natürlich wurde dieser Vorschlag sofort von den üblichen Verdächtigen verrissen. Der militante CDU-Mann Roderich Kiesewetter meint gar, mit diesem Vorschlag wolle Moskau den Westen spalten. Als ob da noch irgendwas zu spalten wäre! Jetzt hat sich Angela Merkel ins Gespräch gebracht. Auch die war mal Bundeskanzlerin und ist immer noch CDU-Mitglied.
Rückblende: Wer sich noch an die „Elefantenrunde“ nach der Bundestagswahl vom 18. September 2005 (die Abwahl Schröders) im Fernsehen erinnert, weiß, dass die beiden einander in herzlichster Abneigung verbunden sind… Auch Merkel meint, man müsse mit den Russen sprechen. Sie spricht Russisch, sie hat da studiert und pflegte eine Zeit lang freundlichen Umgang mit Wladimir Putin. Jetzt darf man gespannt sein, wer alles über Angela Merkel herfallen wird.
Wem auch immer am Ende die Lösung des gordischen Knotens zufallen wird – von diesen beiden wären allemal solidere Verhandlungsverläufe zu erwarten als von den dealerprobten Emissären Donald Trumps. „Deal“ heißt „Handel“, nicht Verhandlung: Ich gebe dir was, wenn du mir was gibst. Die Europäer müssten inzwischen begriffen haben (siehe Zoll- und Rüstungsvereinbarungen mit der EU…), was Präsident Donald Trump unter einem guten Deal versteht: Der Gegner (!) in den Verhandlungen muss am Ende möglichst nackt dastehen und hat gefälligst noch Danke zu sagen!

Jesus sagt in Matthäus 15.14: „Wenn ein Blinder den anderen führt, so fallen sie beide in die Grube.“ Er meint keine körperliche Blindheit sondern Arroganz, Machtgier und mangelnden Glauben bei den Führern einer Gemeinschaft. – Pieter Brueghel d. Ä. (um 1525/1530-1569): Das Gleichnis von den Blinden (1568)
Haben die deutschen Politiker jemals realisiert, dass diese Art US-Dealmaker nur vor einem wirklich Furcht hat – vor einem geschlossen auftretenden Europa? Wer will da „spalten“? Die gefährlichsten Feinde sind die vermeintlichen Freunde.
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Ein offenbar sehr tief sitzender Hass auf „den Westen“, der fieserweise den schicken realen Sozialismus in den Orkus spülte, treibt auch fast 40 Jahre nach dem ruhmlosen Ende des Realsozialismus die merkwürdigsten Blüten. Vor vielen Jahren hatte Sarah Wagenknecht ein Buch über diese Schandtat des Weltimperialismus – das Abmurksen eben der Schönsten Neuen Welt – geschrieben; den übergroßen Eigenanteil der Sozialisten an ihrem eigenen Untergang hatte sie schon damals stillschweigend in den Skat gedrückt. Dieser Hass verführt offenbar dazu, in denen, die den eigenen Gegner ebenfalls bekämpfen, potenzielle Verbündete zu sehen. Und der Gegner ist die parlamentarische Demokratie, die ja eh nur Lug und Trug und sowieso nur medial gesteuert und kriegslüstern ist. Der potenzielle Verbündete ist manchem – zumindest zeitweilig… so ganz nach dem Vorbild des Genossen Lenin, der sich auch mit dem Teufel verbündet hätte, nein hat… – in Deutschland die AfD.. Nur hat die so eklige Flecken auf der Weste, die muss man schon abwaschen helfen…
In die Reihe der Weißwäscher hat sich jetzt eine der beiden Weltbühne-Nachfolgerinnen eingereiht, der man das zuallerletzt zugetraut hätte. In der jüngsten Ausgabe von Das Blättchen philosophiert Erhard Crome über „Die AfD im politischen Feld“. Ich zitiere sein Fazit: „Die AfD ist die zweite Partei des bürgerlichen Lagers. Sie ist heute nicht ‚rechter‘, als es die Christdemokratie zu Zeiten von Alfred Dregger und Franz Josef Strauß war. […] Mit der AfD ist das bürgerliche Lager etwas konservativer, etwas nationalistischer, in der internationalen Politik etwas stärker an deutschen Interessen orientiert.“
Alles also halb so schlimm. Die sind halt nur „etwas konservativer“. Mithin sind die wählbar, im Zweifel auch koalitionsfähig. Für eine gewisse Zeit kann man sich mit dem Teufel verbünden… Das schreibt er nicht, das ist aber gemeint. Am 18. Mai 2026, dem Erscheinungstag dieses Textes, hat ein Erdbeben die Gegend um den Mälarensee in Schweden erschüttert. Das Epizentrum soll in Mariefred gelegen haben. Dort ist Kurt Tucholsky begraben…
Nun wird die heutige AfD von ihren Gegnern gerne in die Nazi-Ecke geschoben. Man meint, sie damit argumentativ erledigt zu haben. Das interessiert die nicht. Heino Bosselmann, er tummelt sich im Umfeld des Schnellrodaer rechtsextremen „Vordenkers“ Götz Kubitschek, konterte solchen Naivitäten im September 2024 in der Sezession: „Zudem frage ich mich beinahe [welch geistreich-listige Verklausulierung! – WB] ob man den so permanent wie aggressiv vorgetragenen Vorwurf ‚Faschist‘ zu sein, nicht souverän annehmen sollte, wenn es als ‚faschistisch‘ gilt, für dringlich erforderte Veränderungen einzutreten, die selbsterklärte ‚Demokraten‘ weder vornehmen können noch wollen.“
Man wird auch keinen „Marsch auf Berlin“ versuchen, wie es der Klüngel um Heinrich XIII. Prinz Reuß offenbar vorhatte. Der Wirtschaftsphilosoph Birger B. Priddat beschreibt das Szenario der Rechtsextremen in der aktuellen Ausgabe von Lettre international so: „Überhaupt entstehen die modernen autoritatistischen Regime nicht durch Putsch oder Revolution, sondern durch demokratische Machtübernahmen, welche Institutionen übernehmen und zu ihren Exekutivorganen umbauen, vor allem das juristische System und das Militär. Wenn diese Machtpositionen ausgebaut sind, wird die Opposition und die Zivilgesellschaft ausgebootet und unterdrückt […].“
Das sind keine professoralen Gruselgeschichten. Die AfD in Sachsen-Anhalt hat kürzlich verkündet, dass sie bei einem Wahlsieg im September 150 bis 200 leitende Beamte sofort austauschen wird. In Mecklenburg-Vorpommern wird wohl Ähnliches versucht werden. Und in Erfurt lehnt sich Björn Höcke in seinem Landtagssessel genüsslich zurück und erklärt, wenn er nicht stirbt, wird er der nächste Ministerpräsident Thüringens sein.
Die werden den Staat umbauen. Nicht „etwas“, wie Crome meint, sondern radikal. Ihre Wähler erwarten das auch von ihnen. Allerdings wird sich so mancher dann irritiert den Schlafsand aus den Augen reiben. Auch das hatten wir schon einmal…

No comment … Berlin, Potsdamer Platz, Sommer 1945.
Sammlung W. Brauer
Es ist ein Jammer, dass ein Blatt, das sich mit Kurt Tucholsky auf dem Titelblatt schmückt, diesen Leuten hilft, eine Aureole der Salonfähigkeit um sich leuchten zu lassen.
Alle sich selbst so bezeichnenden demokratischen Parteien fahren jetzt die Ernte ein für die dilettantische Behandlung der AfD in den letzten 15 Jahren. Es reicht eben nicht, wie ich es in etlichen BVV erlebt habe, bei Rednern der AfD den Saal zu verlassen, Anträge der AfD nicht zu behandeln bzw. dafür dann selber fast gleiche zu stellen und jahrelang der Partei zustehende Stadtratsposten nicht besetzen. Dazu die Brandmauer. Und nicht zu realisieren, dass AfD vor allem wegen des Versagens der anderen Parteien gewählt wird. Die Masse will zum Beispiel keine Eskalation des Krieges in der Ukraine. Was aber machen die herrschenden Parteien und die sehr tonangebende vor allem grüne Opposition – immer mehr Geld für UA, was in Deutschland angesichts der beabsichtigten sozialen Zumutungen nicht gerade gut ankommt. Die Linke schwimmt inzwischen auch mit dem Mainstream. Wenn kann man also wählen, wenn man Veränderungen will? In meinem Fall nicht AfD, sondern BSW.
Der Text beginnt mit Timmy dem Wal und endet bei Crome dem Analysten. Gibt es einen Zusammenhang? Wohl in der Verschiebung von Wahrnehmung – also darin, wie dem Fremden, Verirrten oder Bedrohlichen diese Eigenschaften genommen werden.
Ein Tier, das sich verirrt hat, das nicht dorthin gehört, wo es auftaucht, und das sofort eine Projektionsfläche erzeugt. Es wird emotionalisiert, verniedlicht, bekommt einen Namen, erzählt seine Geschichte als Mischung aus Naturdrama und Medienereignis. Der Wal wird so zum „bürgerlichen“ Mitbewohner auf Zeit.
Eine Partei, die auftaucht, wo sie nicht hingehört. Das Wort „bürgerlich“ funktioniert dabei ähnlich wie der Kosename „Timmy“: Es macht etwas potentiell Beunruhigendes vertraut und gesellschaftlich anschlussfähig. Es wird sprachlich entschärft, eingehegt, normalisiert. Die deutsche Öffentlichkeiten ist in Teilen weniger darin geübt sind, Gefahren zu erkennen, als darin, ihnen niedliche oder beruhigende Namen zu geben. Auch politische Radikalität erscheint selten plötzlich als Radikalität.
Ist man erst mal populär, wie es Uli Hoeneß erst als Kicker und dann als Unternehmer in Sachen Fußball (einst ein Sport) geworden ist, wird man nach allerhand Meinungen gefragt. Zur Causa AfD hat er sich im FOCUS ermutigend mit der entschiedenen Aussage positioniert, „Leute wie Höcke würden mir nicht durch die Wohnungstür kommen“. Anderen Einflussmöglichkeiten als dem Haustürbesuch gegenüber ist Hoeneß aber eher offen. „Sogar eine absolute AfD-Mehrheit, wie sie etwa in Sachsen-Anhalt droht, macht dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern keine Angst: „Dann werden sie demaskiert. Ich bin sowieso der Meinung, man solle die AfD nicht verbieten, sondern wegregieren”. Bis dato hätten sich die „Schaumschläger” der AfD „immer schön durchlaviert, aber noch nie bewiesen, dass sie es auch können.“
Das erinnert mich an Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen“, in der der baldige Emigrant Gespräche mit seinem bürgerlich-liberalen Vater im Jahr 1933 schildert, in denen dieser die Hoffnung äußerte, die Nationalsozialisten würden sich bei tatsächlicher Regierungsverantwortung „rasch abwirtschaften“ bzw. an ihrer eigenen Unfähigkeit scheitern.
Das Ergebnis dieser „Überzeugung“ ist bekannt…
Nachtrag:
2020 veröffentlichte „Das Blättchen“ den Text „Reichskanzler Hitler“ von Ernst Toller – einem Mann, der sich aus Verzweiflung über die Willigkeit, mit denen das Gros der Deutschen ihrem „Führer“ folgte, im Exil das Leben nahm. Der damaligen Hellsichtigkeit Tollers wegen und auch der nun im „Blättchen“ obwaltenden Diminutivierung der Afd, sei Tollers Weltbühnen-Beitrag aus dem Jahr 1930 heftig empfohlen:
https://das-blaettchen.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/05/1930_41-Toller-Reichskanzler_Hitler.pdf
Kleinteiliges aus dem aktuellen Zirkusprogramm:
Der große Berliner Nackt-Schlager-Ball
Herzlich willkommen beim kommenden NSB im SO36.
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An mehreren Swatch-Läden, unter anderem in Düsseldorf und Hamburg, standen Hunderte Menschen Hunderte Meter weit Schlange. Wie für einen Popstar stellten sie sich an, um eine der Royal-Pop-Uhren von Swatch und der Luxusmarke Audemars Piguet zu ergattern.
Wie bei den vielen zurück liegenden kommunalen Wahlen im Osten wird es auch in Sachsen-Anhalt zu keinem Erfolg der AfD kommen. Am Ende behält der Souverän den Kopf oben…
Der alte Babelsberger Crome, der zuerst den Sozialismus erklärt hat, dann dessen erfolgreiche Außenpolitik und nun das Wesen der AfD, irrlichtert stets eloquent durch die Themen. Die russische Aggression hat der Westen provoziert…
P.S. Das BSW ist bereits politisch tot.
Nachtrag 2
Man muß die AfD wirklich noch nicht und hoffentlich nie mit der NSDAP gleichsetzen; unangenehme Parallelen gibts aber wohl doch, wenn man so manches Frohlocken von Weidel und Co im Parlament mitverfolgen durfte.
Klartext
„Wie nehmen gerne (der Redner klopft wiederholt auf das Pult) Ratschläge an von Menschen, die etwas besser verstehen als wir. Aber ist das rechtens, daß der Klügere sich vom Dümmeren kritisieren lassen soll? Und daß die anderen dümmer sind als wir, das wird dadurch bewiesen, daß sie sich von uns aus der Macht heraus haben setzen lassen (Gelächter, Beifall). Denn wären sie schlauer gewesen als wir, hätten sie vermutlich Verstand genug gehabt, uns daran zu verhindern (Heiterkeit). Denn sie hatten ja die Macht! Sie hatten den Staatapparat und die Bürokratie und die Polizei und die Beamten und die öffentliche Meinung und die Mehrheit und das Geld, – wir hatten gar nichts, nur – Köpfchen, Köpfchen (Gelächter, starker Beifall).
Selbstverständlich muß eine Regierung sich mit der Opposition auseinandersetzen. Das haben wir gemacht, als wir in der Opposition standen (Heiterkeit). Aber das kann doch nicht immer so fortgehen, einmal muß das doch ein Ende finden – vor allem wenn sich haargenau nachweisen läßt, daß die Regierung der Opposition haushoch überlegen ist (Heiterkeit). Wenn unsere Gegner sagen: Ja, wir haben Euch doch früher die Meinheit* [die Freiheit der Meinung – H. Jak.] – zugebilligt, ja, Ihr uns, das ist ja kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! (Gelächter.). Eure Dummheit braucht doch nicht auf uns ansteckend zu wirken! (Gelächter.) Dass Ihr das uns gegeben habt, – das ist ja der Beweis dafür, wie dumm Ihr seid! (Gelächter.)“
Aus der protokollierten Rede von Joseph Goebbels bei der Eröffnung des Reichssenders Saarbrücken am 4. 12. 1935. Zitiert nach: Goebbels, Reden 1933-1945, Gondrom 1991.
*So im Protokoll
So geht rechter Hohn sogar vor gewonnener Macht heute schon:
Pfiffelbach. Nach Ansicht des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke war es eine richtige Weichenstellung seiner Partei, auf Distanz zur CDU zu bleiben. »Halten wir uns fern von einer vermerkelten, ausgemerkelten CDU«, rief Höcke am Freitag bei einem Landesparteitag in Pfiffelbach (Kreis Weimarer Land) den Delegierten zu. Die CDU sei hauptverantwortlich für die »schlimme Lage« in Deutschland im Jahr 2026. »Sie ist ein totgerittener Gaul und ein totgerittenes Pferd, das besteigt man nicht, das lässt man links liegen und überlässt man seinem weiteren Schicksal«, sagte Höcke.