Im 100. Geburtsjahr von Gerenot Richter

von Klaus Hammer Gerade ist eine Gerenot-Richter-Ausstellung der Galerie der Berliner Graphikpresse in Berlin-Altglienicke zu Ende gegangen. Aber im Mai folgt schon das Kunstmuseum Ahrenshoop mit einer Jubiläums-Schau, die vor allem Motive von der Ostsee zeigen wird. Weitere Ausstellungen in Berlin und anderswo werden folgen. Der 1926 in Dresden geborene Gerenot Richter, der in den… Im 100. Geburtsjahr von Gerenot Richter weiterlesen

Max Hopp und Matthias Brandt – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (20)

von Reinhard Wengierek Das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm prunkt mit großen populären Solo-Abenden seiner Stars: Max Hopp liest und spielt, singt und tänzelt durch fast alle Rollen von Carl Zuckmayers Komödie „Der Hauptmann von Köpenick“; Matthias Brandt spielt den Theo Gantenbein in der Bühnenadaption des Romans von Max Frisch „Mein Name sei Gantenbein“. * EINS: BE… Max Hopp und Matthias Brandt – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (20) weiterlesen

„Was passiert mit uns?“

von Wolfgang Brauer Am 7. Oktober 2023 überfielen Terror-Kommandos aus dem Gaza-Streifen den Süden Israels zu Lande, zu Wasser und aus der Luft. Dass sie Israel militärisch nicht niederringen können, war ihnen sicher bewusst. Sie hatten aber den unbedingten Willen zu töten – möglichst barbarisch und bei laufenden Kameras. Offensichtlich diente dieser Angriff – neben… „Was passiert mit uns?“ weiterlesen

Fantasievoll und geistreich: „Frau Luna“ und „Carmen“ – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (19)

von Reinhard Wengierek Entertainment im Frühling mit „Frau Luna“ im Tipi am Kanzleramt und einer ungewöhnlichen „Carmen“-Adaption im Gorki Theater. Zwei Wiederaufnahmen, weil beide Sachen so fantasievoll, geistreich und komödiantisch sind.  Bitte eilends um die Tickets kümmern; zumal die „Carmen“ zum Ende der Intendanz Shermin Langhoff im Frühsommer ausgetanzt haben dürfte. Leider. EINS: Tipi am… Fantasievoll und geistreich: „Frau Luna“ und „Carmen“ – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (19) weiterlesen

Von Kinderzeichnungen und Dämonen

von Wolfgang Brauer Es war einmal ein kleiner Junge, der auf dem Rummelplatz nach schwindelerregenden Runden nicht schnell genug vom Kettenkarussel wegkam. Das Karussel begann sich wieder zu drehen, und den Knaben erwischte ein Sitz am Kopf. Das taumelige Kind kam in das Krankenhaus der Stadt. Es hatte Glück, nichts Schlimmes war passiert. Aber es… Von Kinderzeichnungen und Dämonen weiterlesen

„Man konnte doch nicht anders!“ -Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (18)

von Reinhard Wengierek Mittäter oder Mittläufer im Nationalsozialismus – die Grenzen sind fließend. Die Schuld bleibt.  Dokumentarisch grundiert befassen sich mit diesem Thema zwei ganz unterschiedliche Theaterstücke. Das so innovative Kleine Theater am Südwestkorso zeigt die Geschichte einer Freundschaft, die am Opportunismus des einen zerbricht und bittere Folgen zeitigt („Empfänger unbekannt“); im Schlossparktheater erzählt Brigitte… „Man konnte doch nicht anders!“ -Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (18) weiterlesen

Ein Schlussakkord: Womacka in Marzahn

von Wolfgang Brauer Berlin-Marzahn als kunstfreundlicher Ort? Vielen wird schon diese Frage als Unding an sich erscheinen. Dabei legte eine Arbeitsgruppe des Verbandes bildender Künstler der DDR noch vor dem Beginn der ersten Tiefbauarbeiten (3. März 1975 an der heutigen Allee der Kosmonauten in Höhe des heutigen S-Bahnhofes Springpfuhl) am 10. Februar 1975 eine „Rahmenkonzeption… Ein Schlussakkord: Womacka in Marzahn weiterlesen

„Die Wirklichkeit aufklärend durchdringen“ – Wolfgang Leber zum 90. Geburtstag

von Klaus Hammer Fast auf ein ganzes Saeculum kann der Maler, Grafiker und Bildhauer Wolfgang Leber in diesen Tagen zurückblicken. Der am 15. Februar 1936 geborene Berliner studierte seinerzeit an der Werkkunstschule und der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg, musste aber durch den Mauerbau 1961 sein Studium abbrechen. Er war dann freischaffend tätig, leitete… „Die Wirklichkeit aufklärend durchdringen“ – Wolfgang Leber zum 90. Geburtstag weiterlesen

Welttheater im BE -Fund-Stücke in Berliner Bühnenbetrieb (17)

von Reinhard Wengierek Zurück zu den Wurzeln – Welttheater der Antike im Berliner Ensemble: „Antigone“ von Sophokles in der selten gespielten Übersetzung von Hölderlin. Mit Constanze Becker, Jens Harzer und Kathleen Morgeneyer (Regie: Johan Simons). Und: Die Wiederaufnahme „Medea“ von Euripides (Regie: Michael Thalheimer). Kürzlich inszenierte er „Salome“ von Einar Schleef nach Oscar Wilde in… Welttheater im BE -Fund-Stücke in Berliner Bühnenbetrieb (17) weiterlesen

Shakespeare im Irrwirre und Jüdisches zum Verzweifeln – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (16)

von Reinhard Wengierek Zwei sehr gegensätzliche Komödien, mehr oder weniger schwarz getönt: In der Schaubühne Yael Ronens Annäherung an den Nahost-Konflikt „Sabotage“. Und Shakespeares irres Verwechselungsding „Was ihr wollt“ im Berliner Ensemble. EINS: Berliner Ensemble – Herzrasen im Tollhaus Weiß man wirklich, was man will? Und weiß man, wer man wirklich ist? Sein und Schein,… Shakespeare im Irrwirre und Jüdisches zum Verzweifeln – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (16) weiterlesen

Malen „rücksichtslos und geradeaus“ – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker am 8. Februar 2026

von Klaus Hammer Sie ist die wohl wichtigste deutsche Malerin des 20. Jahrhunderts, wurde aber erst nach ihrem Tod 1907 als bedeutende Wegbereiterin der Moderne entdeckt. Paula Modersohn-Becker ist nur 31 Jahre alt geworden, hat aber in knapp 10 Jahren über 700 Gemälde und etwa 1500 Zeichnungen geschaffen. Ein erstaunliches, aber nicht abgeschlossenes Werk, gleichsam… Malen „rücksichtslos und geradeaus“ – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker am 8. Februar 2026 weiterlesen

Ein Paukenschlag: Karl Hofer in der Moritzburg

von Wolfgang Brauer Der Maler Karl Hofer (1878-1955) war ein ungemein produktiver Künstler. Das Werkverzeichnis umfasst insgesamt 2909 Gemälde, dazu eine unvergleichlich höhere Zahl von Arbeiten auf Papier. Wie bei vielen Künstlern seiner Generation muss man in Rechnung stellen, dass auch Hofer unter das Nazi-Verdikt der „entarteten Kunst“ fiel. 313 Arbeiten wurden aus deutschen Museen… Ein Paukenschlag: Karl Hofer in der Moritzburg weiterlesen

Weimarisches: „Kiss me, Kate“ im DNT und „Faust“ bei Schiller

von Wolfgang Brauer Man ist immer wieder verblüfft, wozu diese Bühne im Rücken Goethes und Schillers – ich meine nur Ernst Rietschels Doppelstandbild! – in der Lage ist. Seit 7. November 2025 fackelt das Deutsche Nationaltheater Weimar ein regelrechtes Musical-Feuerwerk ab: Cole Porters genialsten Wurf, „Kiss me, Kate“, inszeniert von André Kaczmarczyk. Kaczmarczyk, 1986 in… Weimarisches: „Kiss me, Kate“ im DNT und „Faust“ bei Schiller weiterlesen

Bernd Wilms (1940-2026). Ein Nachruf

Das Deutsche Theater trauert um seinen ehemaligen Intendanten Bernd Wilms Bernd Wilms | © Deutsches Theater Berlin „Verweile doch“ … der Satz stand damals als Leuchtinstallation in großen Lettern vor dem Eingang des Deutschen Theaters. Es war das Jahr 2008 – ein besonderes Jahr in der Geschichte des Hauses. Denn Bernd Wilms, der Intendant des… Bernd Wilms (1940-2026). Ein Nachruf weiterlesen

Seghers, Ostermeier – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (15)

von Reinhard Wengierek Am 10. November 1900 wurde in Mainz Netti Reiling geboren. Unter dem Namen Anna Seghers wurde sie eine weltberühmte Schriftstellerin. Im Studio Werkraum des Berliner Ensembles gibt es, auch im Gedenken an den 125. Seghers-Geburtstag, eine wie unter Hochspannung stehende Bühnenadaption ihres Romans „Transit“. Am 15. Dezember erhielt im Teatro Arena del… Seghers, Ostermeier – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (15) weiterlesen