Auf Müntzers Spuren

von Wolfgang Brauer

Ich gebe zu, ich bin ein voreingenommener Müntzeraner. Das geht wahrscheinlich auf eine doppelte biografische Prägung zurück. Manche Kindheitserlebnisse erweisen sich später als nachhaltig. So mein erster Besuch des Schlosses Wernigerode irgendwann in den frühen 1960er Jahren. Das seinerzeit in den Räumen des im späten 19. Jahrhundert historistisch umgemodelten Baues installierte Museum trug die großspurige Bezeichnung „Feudalmuseum“. Immerhin konnten die Museumsgestalter auf einen reichen Fundus an Exponaten zurückgreifen. Erst nach 1990 erfuhr ich, dass eine Vielzahl der Ausstellungsstücke „restituiert“ wurde. In Wernigerode wurden viele Objekte zusammengeführt, die während der Bodenreform 1945 aus den Gutsschlössern der Sowjetischen Besatzungszone vor dem Müllhaufen bewahrt wurden. Aber das ist ein anderes Kapitel. Jedenfalls hatte das Feudalmuseum seinen wohl repräsentativsten Raum dem „Großen deutschen Bauernkrieg“ (1524/1526) gewidmet. Die meisten Exponate habe ich vergessen, ich war Schulkind. Eingeprägt haben sich natürlich Morgensterne, Kriegssensen und ein kleines Feldgeschütz. Und eine Inschrift an der Wand: „Der grosse Fehler in der deutschen Geschichte ist, dass die Idee des Bauernkrieges nicht durchgedrungen ist“ (Alexander von Humboldt). Seit vielen Jahren versuche ich, die Quelle dieses Zitats herauszufinden. Bislang ist es mir nicht gelungen. Wenn es erfunden sein sollte, so ist es gut erfunden.


Feudalmuseum Schloss Wernigerode: Raum Bauernkrieg (1525), aus: Das Feudalmuseum Schloß Wernigerode, Wernigerode 1965; daneben: Festschrift der Thomas-Müntzer-Oberschule Aschersleben, Aschersleben 1975 / beides Sammlung W. Brauer

Die zweite Prägung: Die Ascherslebener EOS, an der ich vier Jahre lernte und das Abitur ablegte, trug den Namen „Thomas Müntzer“. Nach 1990 warf man den schnell in die Tonne und nannte sich wieder „Stephaneum“ – nach dem Schutzheiligen des Bistums Halberstadt; dass mit St. Stephanus jahrhundertelang im Bistum einer ziemlich bösartigen Judenfeindlichkeit gefrönt wurde, ignorierte man seinerzeit und wohl auch noch heute. Müntzer war irgendwie DDR und musste weg. Die LPG der Stadt war nach Florian Geyer benannt. Auch der Name des mythenumwobenen fränkischen Reichsritters, der sich auf die Seite der Bauern geschlagen hatte, verschwand damals sang- und klanglos.

Müntzer jedenfalls war um 1515 „Collaborator“ an der Ascherslebener Lateinschule, der Vorläuferin meiner EOS. Dass ich an dieser das Große Latinum absolvierte, hatte mit Müntzer nichts zu tun. Das heutige Wissen um Thomas Müntzers dortiges Lehrerdasein stützt sich auf seine Aussagen unter der Folter im Mai 1525 in Heldrungen. Befreundet war er allerdings mit einem Ascherslebener Ratsschreiber, Mathäus Volmar. Der brachte es später immerhin zum Bürgermeister. Überliefert ist ein Brief Volmars an den Propst des Zisterzienserinnenklosters im benachbarten Frose. Das war Thomas Müntzer. Dass Ottilie von Gersen, Müntzers Ehefrau, eine aus Frose entwichene Nonne war, ist nicht belegbar und gehört offensichtlich genauso ins Reich der Legenden wie die These, dass Müntzers Eltern nach ihrem Quedlinburger Aufenthalt nach Aschersleben zogen. Müntzer wuchs übrigens in Quedlinburg auf. Geboren wurde er tatsächlich in Stolberg (Harz), aber die Eltern zogen von da nach Quedlinburg, als der Knabe drei Jahre alt war.

Jedenfalls können solche Geschichten auf einen jungen Menschen nachhaltigen Eindruck ausüben. Eine aktive „Müntzer-Pflege“ gab es an meiner Schule mit Ausnahme einer Bronzebüste im Foyer jedenfalls nicht. Immerhin entsann sich die Schule 1975 im Umfeld des 450. Jahrestages der Schlacht von Frankenhausen ihres berühmten Ex-Kollegiumsmitglieds. Der damals herausgegebenen Festschrift begegnete ich jetzt in Bad Frankenhausen in der Ausstellung „500 Jahre Bauernschlacht“ wieder. Die Broschüre war offensichtlich ein Mitbringsel zu den von der Bad Frankenhäuser POS veranstalteten Treffen der „Thomas-Müntzer-Schulen“ des DDR-Bezirkes Halle. Auch in Bad Frankenhausen heißt das Gymnasium jetzt „Kyffhäuser-Gymnasium“. Der Vorstand des Förderkreises des Ascherslebener „Stephaneums“ verkündete am 5. September 2021 in der Mitteldeutschen Zeitung, man wolle das 700-jährige Schuljubiläum 2025 mit dem 500. Todestag des Reformators „kombinieren“. „Um auch die Müntzeraner mitzunehmen“, wie die Zeitung schrieb. Vom Bauernkrieg kein Wort. Nein, unter solchen Vorzeichen will ich nicht „mitgenommen“ werden.

Statt dessen möchte ich einladen zu einer Reise auf den Spuren Thomas Müntzers durch das nördliche Thüringen. Ich habe sie Anfang September 2025 mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin unternommen. Michaela Klingberg danke ich an dieser Stelle dafür, dass sie diese aufwändige Tour möglich gemacht hat. Es ist meiner langen Einleitung vielleicht anzumerken: Ich halte die im Frühjahr und im Sommer 1525 im Blut ersäufte Sache der Bauern für noch immer nicht erledigt…

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Schloss Allstedt / Fürstenhaus. Wahrscheinlich im Raum rechts neben den beiden Rundbogenfenstern des Erdgeschosses hielt Müntzer seine „Fürstenpredigt“. Die Sequenz der multimedialen Inszenierung in der Hofstube (m box GmbH Berlin) stilisiert den Brand der Mallerbacher Kapelle. Fotos: W. Brauer (2025)

Unsere erste Station soll Schloss Allstedt südlich von Sangerhausen sein. Allstedt war seit dem Leipziger Teilungsvertrag der Wettiner (1485) eine kursächsische Exklave, eingekeilt zwischen sächsisch-albertinischem Territorium und der Grafschaft Mansfeld. Der albertinische Herzog von Sachsen Georg der Bärtige (1471-1539) und Graf Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1479-1531) waren eingeschworene Gegner der Lutherschen Reformation. Der ernstinische Kurfürst Friedrich der Weise (1463-1525) hingegen schützte und förderte Martin Luther. Zumindest in dessen erster Allstedter Zeit hielt er seine schützende Hand auch über Thomas Müntzer. Nachdem Müntzer 1521 aus Zwickau vertrieben wurde, konnte er längere Zeit nirgends recht Fuß fassen, radikalisierte allerdings seine reformatorischen Ansätze und gewann wohl auch nachdrücklich an Sendungsbewusstsein: „Thomas Müntzer, der für die Wahrheit in der Welt kämpft.“

Und ausgerechnet so einer wurde vor Ostern 1523 als Allstedter Pfarrer von St. Johannis dem Mansfelder de facto in den Pelz gesetzt. Müntzer praktizierte Dinge, die Luther zu jener Zeit noch nicht wagte: Er gestaltet den Gottesdienst radikal um, er predigt auf deutsch – und richtet in Allstedt eine Druckwerkstatt ein. Theologisch – das ist wichtig zu wissen – entfernt er sich immer mehr von Luther. Der stützt sich auf das Bibelwort, Müntzer bezieht sich auf Gottes Wort. Und das wurde nach seiner Auffassung vor der Niederschrift der Bibel gesprochen. Auf diesen Glauben will er sich stützen. Als dann noch am 24. März 1524 ganz in der Nähe von Allstedt die Mallerbacher Kapelle des Nonnenklosters Naunhofen brennt, wird natürlich Thomas Müntzer die Schuld in die Schuhe geschoben. Auch für seinen einstigen Gefährten Martin Luther ist er nur noch der „Satan von Allstedt“. Der zahlt mit gleicher Münze zurück und nennt Luther fortan „das geistlose, sanftlebende Fleisch zu Wittemberg“ („Hochverursachte Schutzrede“).

Die Zerstörung der Wallfahrtskapelle war zweifellos ein krimineller Akt. Aber die Mallerbacher „Ermittlungen“ zogen sich hin hin. Die reformatorische Bewegung gewann zugleich im nördlichen Thüringen zunehmend an Boden und radikalisierte sich vermutlich unter dem Einfluss Müntzers. In Sangerhausen – das gehörte zum Gebiet Georgs des Bärtigen – kam es zu Verhaftungen. Müntzer schickte daraufhin einen Drohbrief an den dortigen Rat. Inzwischen fiel den Ernestinern auf, dass da in Allstedt ein Pfarrer aktiv war, den sie selbst nicht eingesetzt hatten. Grund genug, selbst nach dem Rechten zu sehen, resp. zu hören. Nämlich eine Predigt des umstrittenen Pfarrers, die er am 13. Juli 1524 auf Schloss Allstedt hielt. Die ging als „Fürstenpredigt“ in die Geschichte ein. Gehalten wurde sie wahrscheinlich nicht in der Schlosskirche – die war damals Baustelle -, sondern in der Hofstube des Schlosses. Die ist vorbildlich restauriert, die Schlosskapelle ist übrigens wieder Baustelle… In der Hofstube wird heute eine beeindruckende Videoinstallation gezeigt. Warum die mit einer „Triggerwarnung“ versehen wird, ist mir schleierhaft. Die Kid’s unserer Tage konsumieren ganz andere Sachen – und übersensible Erwachsene sollten nicht die Augen verschließen, wenn ihnen gezeigt wird, wozu Herrschende fähig sind, wenn es ihnen an die Macht geht.

Müntzers Predigt selbst ist ziemlich militant. Anfangs ergeht er sich in schwer nachvollziehbaren theologischen Diskursen. Dann aber wettert er gegen die Übeltäter, die sich gegen die Errichtung des „Reiches Gottes“ – also eine Reformation, wie er sie sich vorstellt – stemmen: „Drum lasset die Ubeltäter nit länger leben, die uns von Gott abwenden. Dann ein gottloser Mensch hat kein Recht zu leben, wo er die Frummen verhindert.“ Wenige Augenblicke später kommt er auf das Schwert zu sprechen, dessen Symbolik ihm seit Allstedt immer wichtiger wurde. „… also nötlich ist auch das Schwert, die Gottlosen zu vertilgen“. Diese Aufgabe käme „unser teuren Vätern“, den Fürsten zu. Und jetzt kommt es: „Wo sie aber das nicht tun, so wird ihn‘ das Schwert genommen werden.“ Noch schlimmer: Tut sich ein Gegensatz auf zwischen ihren Worten und nicht erfolgenden Taten, „so soll man sie wegtun“. Das war deutlich, und diese Sprache verstanden auch Herzog Johann & Sohn. Als herrschaftserfahrene Leute wussten sie, der Mann ist gefährlicher, als ihm wahrscheinlich selbst bewusst war. Jedenfalls nimmt der Druck auf Müntzer zu. In der Nacht vom 7. zum 8. August 1524 flüchtet er aus Allstedt.

Ein Besuch des Schlosses lohnt sich. Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt präsentiert dort nach wie vor die Jubiläumsausstellung „Sein und Schein. Thomas Müntzer“. Mit „Schein“ ist das nicht nur in der DDR verbreitet gewesene Bild des „Bauernführers“ gemeint. Das war Müntzer in seiner Allstedter Zeit mit Gewissheit nicht. Auch die Zerstörung der Mallerbacher Kapelle war wohl eher eine städtische Aktion der Allstedter denn das Wetterleuchten des kommenden Bauernaufstandes. Die Landesarchäologen Sachsen-Anhalts legten anlässlich des Jubiläums übrigens die Fundamente der Kapelle frei, fanden bestätigt, dass sie gewaltsam zerstört wurde – und werden sie wohl im nächsten Jahr wieder unter dem Ackerboden verschwinden lassen.

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Wir wenden uns Heldrungen zu. Das hat topographische Gründe, das Städtchen liegt auf dem Weg nach Bad Frankenhausen. Auf der Bauernkriegskarte spielt der Ort eigentlich erst ab Mai 1525 eine Rolle. Beherrscht wird er von einer recht imposanten Festungsanlage, die in ihrer heutigen Gestalt aus den Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg stammt. Der innere Bereich zeigt im Wesentlichen noch das bastionierte Wohnschloss, das sich der bereits erwähnte Graf Ernst II. von Mansfeld bis 1519 ausbauen ließ. Anfang Mai 1525 verschanzte sich der Graf sich hier vor den aufständischen Bauern, in Heldrungen sammelten sich große Teile der später in Frankenhausen zum Einsatz kommenden fürstlichen Truppen. Müntzer wollte mit dem Mühlhäuser Haufen (Ende April ca. 10.000 Bewaffnete!) gegen Heldrungen ziehen. Der Haufen entschloss sich aber am 29. April zunächst zu einem Zug durch das Eichsfeld, plünderte dort einige Klöster und brannte ein paar Adelssitze nieder. An den befestigten Orten scheiterte er. Das dauerte eine gute Woche, ein Fehler, der sich später böse rächte.

Thomas Müntzer selbst wurde nach seiner Gefangennahme am 15. Mai 1525 an Graf Ernst ausgeliefert. An seinen Erzfeind, den er noch in einem Brief aus dem Lager von Frankenhausen als „elenden, dorftigen Madensack“ bezeichnet und gedroht hatte, „dein Nest muß zerrischen und zerschmettert werden“. Klar, was er von Ernst zu erwarten hatte. Der verhörte ihn selbst, zunächst „in der Güte“, dann „in der Pein“, also der Folter. Am 23. Mai wurde er Georg von Sachsen im Feldlager von Görmar bei Mühlhausen übergeben, am 27. Mai dann enthauptet.


Der Südflügel des befestigten Schlosses Heldrungen mit den integrierten Untergeschossen des ehemaligen Bergfrieds. Dieser Turm war wahrscheinlich der Ort von Müntzers Qualen.
Foto: W. Brauer (2025)

In der Wasserburg Heldrungen befand sich seit 1975 eine Thomas-Müntzer-Gedenkstätte. Die verschwand in den 1990er-Jahren sang- und klanglos. Der DJH Landesverband Thüringen e.V. betreibt derzeit die bereits nach 1970 gegründete Jugendherberge und will mit Müntzer offensichtlich nichts zu tun haben. Besucher werden nicht auf das Gelände des inneren Festungsgevierts gelassen. Das einst auf dem Hof des Schlosses befindliche Müntzer-Denkmal wurde quasi vor die Tür gesetzt. Ein schönes Sinnbild für den Umgang mit Geschichte, wie ich finde. Die Wunden des Bauernkriegs bluten offenbar immer noch…


Vor die Tür gesetzt: Das Thomas-Müntzer-Denkmal (1976) der Halberstädter Künstler Hans-Hermann Richter (geb. 1944) und Johann-Peter Hinz (1941-2007) in Heldrungen. Foto: W. Brauer (2025)

Man sollte aber die kleine Mühe nicht scheuen und den Rundweg auf dem äußeren Festungswall absolvieren.

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Von Heldrungen nach Bad Frankenhausen sind es nur 30 km. Das Regionalmuseum im vorzüglich sanierten Schloss präsentierte anlässlich des Jubiläums die Sonderausstellung „500 Jahre Bauernschlacht bei Frankenhausen. Ein Ereignis prägt Stadt und Region“. Die Schau ging am 14. September zu Ende. Aber das Museum hat ein umfangreiches Begleitheft produziert (Heft 26 der Beiträge zur Kyffhäuserlandschaft). Das lohnt sich zu lesen. Die Ereignisse des Jahres 1525 werden aus den unterschiedlichsten regionalen Aspekten bis hin zu geologischen Befunden betrachtet. Das ist eine Sicht, die nachgerade nottut, wenn man den desaströsen Verlauf der Aufstandsbewegung in Thüringen verstehen will. Die Historiker Werner Mägdefrau und Frank Gratz schrieben 1989 (Beiträge zur Kyffhäuserlandschaft, Heft 12), dass sich in Thüringen bis zu 50.000 Menschen am Aufstand beteiligt hätten. Nur: zu einem gemeinsamen Vorgehen kam es selbst auf diesem vergleichsweise kleinen Territorium nicht. Die Bauern machten jeweils ihre Rechnung mit ihrem Herren auf. Die meisten Haufen liefen nach wenigen Tagen wieder auseinander.

Beim Adel war das anders, die Herrschaften hielten zusammen und schlossen zwar nicht den großen Burgfrieden, aber doch eine Art „Feldfrieden“, in dem alle familiären, territorialen und religiösen Zwistigkeiten erst einmal zur Seite gelegt wurden. Die Frankenhäuser Ausstellung warf zu Recht einen Blick auf diese Herren.

Da war Graf Heinrich XXXI. von Schwarzburg-Rudolstadt (1473-1526). Er residierte auf Schloss Sondershausen, Heinrich war Lehnsmann des Herzogs Georg des Bärtigen. Beide eingeschworene Gegner der Reformation. Frankenhausen gehörte Graf Heinrich. Die Stadt, sie hatte um 1500 nur rund 1800 Einwohner, war durch ihre Solequellen reich. Heinrich wollte diese Kuh stärker melken. Das trieb die Bürger in den Aufstand. Heinrich flüchtete im April 1525 nach Nordhausen, dort starb er auch.
Entscheidender waren sein albertinischer Lehnsherr und die Mansfelder Grafen. Von denen war schon die Rede. Dazu kamen die Truppen von Herzog Heinrich II. dem Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel (1489-1568) und einige kleinere Kontingente. Selbst Kardinal Albrecht und dessen Bruder, der Kurfürst von Brandenburg, schickten Bewaffnete. Die Hauptrolle spielte aber ein ehrgeiziger junger Fürst, Landgraf Philipp von Hessen (1504-1567). Der war Schwiegersohn Herzog Georgs, allerdings auch Anhänger der Reformation. Philipp schlug im April die Bauernaufstände in Hessen und in Fulda mit großer Brutalität nieder. Eigentlich wollte Philipp nicht nach Frankenhausen, er sah den Urgrund des Aufruhrs in Mühlhausen: Der gesamte Handel sei „aus diesem Brunnen geflossen“, schrieb er in einem Brief. Aber Müntzer war in Frankenhausen. Und der dortige Haufen schwoll nach dem 7. Mai bedrohlich an. Philipp jedenfalls zieht am 8. Mai mit 1000 Reitern und 2500 Fußknechten über Eisenach nach Salza (Bad Langensalza). Dort vereinigt er sich mit dem Braunschweiger Herzog, der 1000 Reiter und 2000 Fußknechte mit sich führt. Und last but not least: Der Landgraf verfügt im Reich über die qualitativ beste Artillerie seiner Zeit.


Lucas Cranach d. Ä.: Herzog Georg der Bärtige (um 1534), Museum der bildenden Künste Leizig. Foto: Wikimedia/gemeinfrei; rechts daneben Hans Krell: Landgraf Philipp I. von Hessen (1534) – wahrscheinlich eine Kopie nach Lucas Cranach d. Ä., Wartburg-Stiftung Eisenach. Foto: Wikimedia/gemeinfrei

Dem hatten die Bauern mit Ausnahme einiger leichter Feldgeschütze und weniger Karrenbüchsen nichts entgegenzusetzen. Über Reiterei verfügten sie gar nicht. Der Ausgang ist bekannt. Die unmittelbaren Opferzahlen widersprechen einander. Am zuverlässigsten sind wohl die Angaben Philipps, der am Tag nach dem Schlachten dem Erzbischof von Trier über 6000 getötete Aufständische berichtet, dazu 600 Gefangene. Auf Seiten der Fürstenheere starben 10 Mann, davon wurden vier Gefolgsleute des Mansfelders am Vortag durch die Aufständischen gerichtet.
Der alte Wegname „Blutrinne“ zwischen der Frankenhäuser Stadtmauer und dem Hausberg (dem „Schlachtberg“) ist wörtlich zu nehmen. Graf Philipp von Solms-Lich – er stand unter dem Befehl Landgraf Philipps – schreibt am 16. Mai an seinen Sohn Reinhard: „Haben wir gefolgt [die Aufständischen flüchteten panikartik fast ohne Gegenwehr aus ihrer Wagenburg Richtung Stadt – WB] und den Mehrteil zwischen dem Berge und der Stadt erstochen. Haben wir den Sturm auf die Stadt eröffnet, dieselbe in Eile erobert und alles, was wir ergriffen, erstochen.“
Mehr war nicht. Ein Schlachten, keine Schlacht.


Kurfürst Johann der Beständige von Sachsen. Gemälde (Ausschnitt) von Samuel Diez (1803-1873) nach einem Gemälde aus der Werkstatt Lucas Cranach d. Ä. (1540/45), Schloss Elisabethenburg Meiningen . Foto: W. Brauer (2025)
Im Hintergrund eine Darstellung der Situation zu Beginn der Frankenhäuser Schlacht, links die Wagenburg der Aufständischen.

Kurfürst Johann nahm nicht an der Frankenhäuser Schlacht teil. Er erschien einfach zu spät. Die dargestellte Szene gehört offensichtlich zu seinem Legitimationsprogramm den Fürstenkollegen des Reiches gegenüber. Die ernestinischen Landesherren eines Großteils des thüringischen Aufstandsgebietes haben lange gezögert, gewaltsam gegen die Bauern vorzugehen. Johanns Bruder, Kurfürst Friedrich der Weise, lehnte ein militärisches Vorgehen rundweg ab. Er meinte, man müsse verhandeln, da viele Forderungen der Bauern nicht unberechtigt seien. Aber Friedrich starb am 5. Mai. Johanns Hinhaltetaktik hat wohl nicht nur mit den Trauerfeierlichkeiten für Friedrich zu tun gehabt. Übrigens hatten die Sachsenherzöge Schwierigkeiten im eigenen Territorium Landsknechte zu rekrutieren: Ein Feldzug gegen die Bauern sei „ein teufelhaftes Werk“, meinten viele Berufskrieger. Schlussendlich marschierte Johann gegen Mühlhausen und war auch an der Zerschlagung des Bildhäuser Haufens am 3. Juni 1525 bei Meiningen beteiligt. Nach der Niederlage der Bauern gab der Kurfürst den harten Hund und zog eine Blutspur der Rache durch Thüringen.

Aber zurück zur Bad Frankenhäuser Ausstellung. Ihre große Leistung besteht meines Erachtens darin, die Nachwirkungen der „Bauernschlacht“ – man wählte in Frankenhausen diesen Begriff für das 1525er-Geschehen – bis zum heutigen Tage darzustellen. Hier waren diese Geschehnisse nie vergessen. Auch politisch nahm man zu allen Zeiten aus unterschiedlichsten Gründen darauf Bezug. Nur mit dem durchgreifendsten Prozess, der sich historisch argumentierend auf die Forderungen der Bauern stützte, hatte man in Bad Frankenhausen Probleme. Es gab 1945 nicht genug „Junkerland“, das man in der Bodenreform hätte in „Bauernhand“ geben können. Die Schwarzburger Fürsten, die sich nach 1525 große Areale unter den Nagel rissen, waren bereits nach der Novemberrevolution enteignet worden. Also teilte man staatliches Eigentum, die Domänen auf…


Der Bauernkrieg wurde auch im Ringen um die nationale Einheit Deutschlands nach 1945 in Dienst genommen: Plakat zum ersten (und einzigen) Gesamtdeutschen Bauerntreffen in Bad Frankenhausen 1955, Regionalmuseum Bad Frankenhausen. Foto: W. Brauer (2025)
Auch in der Schlusssequenz des DEFA-Films „Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte“ (1956/Regie: Martin Hellberg) weht im Hintergrund die schwarzrotgoldene Fahne.

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Und nun auf nach Mühlhausen, dem zentralen Ort der Thüringischen Landesausstellung „freiheyt 1525. 500 Jahre Bauernkrieg“. Die Freie Reichsstadt war 1500 mit rund 7500 Einwohnern mehr Ackerbürger- denn Gewerbestadt. Dazu kamen noch 18 Ratsdörfer mit 2400 Einwohnern. Aber die Stadt war durch den Handel mit Färberwaid reich geworden. Wenn man die damaligen Geschehnisse genauer betrachtet, spielte sich hier nichts anderes ab, als in anderen mitteldeutschen Städten auch. Ricarda Huch hat das trefflich am Beispiel Erfurts beschrieben („Im alten Reich“, 1927): „Die nicht schlecht gestellten bäuerlichen Untertanen der Stadt erhoben sich, dem Zuge der Zeit folgend, und forderten Anteil am Regiment. Die kriegerische Stimmung einer Menge kräftiger Männer benutzte der Rat geschickt, um die mainzische Herrschaft abzuwerfen, wodurch zugleich die Kampfgier der erregten Bauern abgelenkt wurde. Als aber nach kurzer Zeit die Bauern überall im Reich besiegt und die alten Verhältnisse wiederhergestellt waren, nahm der Rat seine Untertanen für das, was sie mit seinem Willen und unter seinen Augen getan hatten, in Strafe …“ In Mühlhausen wollte das Patriziat den Deutschen Orden loswerden.

Einen Unterschied zu den anderen Stadtkommunen in Thüringen gab es allerdings: Nirgendwo stießen der gemäßigte, reformorientierte und der radikal-sozialutopische Flügel der Reformation so hart aufeinander wie in Mühlhausen. Im September 1524 scheitert ein städtischer Aufstand gegen den noch dem alten Glauben verhafteten Rat – Müntzers Rolle dabei ist unklar, allerdings war er seit seiner Flucht aus Allstedt in der Stadt. Er und sein Predigerkollege Heinrich Pfeiffer müssen Mühlhausen verlassen.


Mühlhausen, Bei der Marienkirche: Müntzers Wohnhaus.
Foto: W. Brauer (2025)

Im Winter 1525 ist er wieder da. Seit dem 28. Februar 1525 ist Müntzer von der Gemeinde gewählter Prediger an St. Marien. Die Kirche gehört dem Deutschen Orden. Am 17. März wird auf Druck hauptsächlich von Müntzer und Pfeiffer als Ersatz des alten Rates ein „Ewiger Rat“ gewählt. Die beiden Prediger meinen, dass auf Lebenszeit gewählte Ratsherren weniger korruptionsanfällig seien, als solche, die bislang in regelmäßigen Abständen von den „ratsfähigen Familien“ nominiert wurden. Wie man sieht, ist das ein altes demokratietheoretisches Problem. Müntzers Idee scheint heute etwas wunderlich, aber bei Versagen drohte den „ewigen“ Ratsmitgliedern der Richtblock. Allerdings ist auch dieser „Ewige Rat“ ein Kompromissprodukt und war lange nicht so radikal, wie es den Anschein hat.

Die Stadt weiß um ihre Gefährdung und rüstet auf. Auch die Stadtbefestigungen werden wieder instand gesetzt. Allmählich wird Mühlhausen – nicht zuletzt durch Müntzers „Netzwerk“, das man aber auch nicht überschätzen sollte – zum Zentrum des Aufstandsgebietes in Thüringen. Wenn Philipp von Hessen feststellt, dass „dieselbe Stadt Mühlhausen Grund und Ursache all dieser ungestümen Empörung ist“, verwechselt er Ursache und Wirkung. Die Reichsstadt war ihm dennoch ein Dorn im Auge. Bei der Verhängung der fürstlichen Strafmaßnahmen gegen Mühlhausen mussten selbst die rachwütigen Sachsen-Herzöge den Landgrafen ausbremsen. Die Stadt hatte Jahrzehnte an den Folgen des Bauernkrieges zu tragen, erholte sich aber wieder. Erst die Ersetzung des Waids durch das kostengünstigere Indigo brach ihr wirtschaftlich das Genick.

Die Landesaustellung fällt in drei Teile. In Müntzers Predigtkirche St. Marien wird „Die ländliche Gesellschaft um 1525“ dargestellt. Ausgehend von der Fragestellung, was denn eigentlich ein Dorf sei – gewesen sei, müsste man eigentlich sagen – folgt die Ausstellung dem Wechsel der Jahreszeiten. Das ist klug gewählt, schließlich schrieb der Kalender der bäuerlichen Gesellschaft den Rhythmus allen Lebens vor. Eine genauere Kenntnis der bäuerlichen Lebenswelten jener Zeit macht es erst möglich, die scheinbare Eruption der Jahre 1514 bis 1526 zu verstehen. Das hatte sich lange vorbereitet…

In der Kornmarktkirche – die ehemalige Franziskanerkirche ist seit 1975 Bauernkriegsmuseum – konzentriert man sich jedoch auf die „Gesichter des Bauernkriegs“. Das thematische Spektrum spannt sich von Herzog Ulrich von Württemberg (1487-1550) bis hin zu Jäcklein Rohrbach (1500-1525). Der Herzog hatte 1514 den Aufstand des Armen Konrad blutig niedergeschlagen. Das hinderte ihn aber nicht zu versuchen, die aufständischen Bauern zur Wiedergewinnung seines ihm verlustig gegangenen Herzogtums vor den Karren zu spannen. Rohrbach war einer der Führer des Neckartal-Odenwälder Haufens und besaß die Frechheit, den althergebrachten juristischen Spieß umdrehen zu wollen: Nach der Erstürmung von Stadt und Burg Weinsberg verurteilte das Bauerngericht den Grafen Ludwig von Helfenstein wegen seiner begangenen Grausamkeiten zum Tode und jagte ihn und seine Helfer durch die Spieße. Eine übliche Landsknechtsstrafe. Die Ausstellung ist hier ungenau. Die „Weinsberger Bluttat“ trug jedoch erheblich zur Radikalisierung der Herren bei. Nach der Niederlage der württembergischen Aufständischen bei Böblingen am 12. Mai 1525 – die Fürsten bei Frankenhausen hatten möglicherweise davon erfahren, Müntzer jedoch kaum – wurde Jäcklein Rohrbach dafür auf viehische Weise abgestraft.


29. April 1525: Brief Thomas Müntzers an die Frankenhäuser.
Foto: W. Brauer (2025)

Für mich das Anrührendste waren zwei originale Briefdokumente. Da ist zum einen Thomas Müntzers Brief an die Frankenhäuser vom 29. April 1525. Der Frankenhäuser Haufen bat um militärischen Beistand. Müntzer versprach großzügige Hilfe. Wir wissen heute, dass er sein Wort nicht einlösen konnte.

Und dann ist da ganz am Ende des Rundgangs eine Abteilung, die Ottilie von Gersen gewidmet ist, der Ehefrau Müntzers. Die beiden hatten noch in Allstedt geheiratet. Ottilie war schwanger, als Mühlhausen sich unter erbärmlichen Bedingungen unterwarf. Der Mühlhäuser Rat zog das Eigentum der Müntzers noch vor der Enthauptung seines ehemaligen Pfarrers ein. Ottilie, zum zweiten Male schwanger, wurde noch von einem Landsknecht vergewaltigt. Das war selbst Martin Luther zu viel: „O, ein ritterliche, adeliche That, an einem elenden, verlassnen, schwangern Weiblin begangen; das ist ja ein kühner Held, der dreier Ritter wohl werth!“ Ottilie wandte sich am 19. August 1525 an Herzog Georg von Sachsen und bat ihn um Hilfe bei der Herausgabe des Familienbesitzes. Offenbar vergeblich. Ihre Spuren verlieren sich im Herbst 1525.


Brief Ottilie Müntzers (sie unterschreibt mit „Ottilie von Gersen“) an Herzog Georg von Sachsen. Mühlhausen, 19. August 1525. Foto: W. Brauer (2025)

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Neben den Begleitbüchern der Landesausstellung initiierte der Zweckverband der Mühlhäuser Museen eine bemerkenswerte CD mit dem Leipziger Vokalensemble Amarcord (cpo 555 700-2): Thomas Müntzers Deutsche Evangelische Messe (1523) und das Deutsche Kirchenamt (1524). Erstmals kann man sich einen komplexeren Eindruck von Müntzers liturgischem Werk verschaffen, für das er offenbach Halberstädter Messbücher transkribierte. Herausgekommen ist eine Art „deutsche Gregorianik“, die zu hören spannend ist. Die Zeitgenossen fanden das offenbar auch. Martin Luther nicht, er tat alles, um seinen verhassten Konkurrenten post mortem aus den Kirchen zu verbannen.

Und dann gibt es am Eingang der Kornmarktkirche seit dem 5. April 2025 ein unübersehbares Zeichen.


Tim Kregel: Bauernkriegssäule. Nach Albrecht Dürer (1525).

Foto: W. Brauer (2025)

Timm Kregel (geb. 1957) hat einen 500 Jahre alten Entwurf Albrecht Dürers umgesetzt. Kregel lebt und arbeitet in Gorsleben bei Bad Frankenhausen. Sein Guss der Dürerschen „Bauernkriegssäule“ geht auf eine Anregung des Freundeskreises der Mühlhäuser Museen und des dortigen Rotary Clubs zurück. 50% der Gesamtkosten wurden über Spenden eingeworben. Albrecht Dürer selbst kommentierte seine Entwurfszeichnung 1525 drei Jahre vor seinem Tod: „Welicher ein victoria auf richten wolt darumb das er die aufruerischen bauren vberwunden het“ Und dann hockt sein Bauer am Ende der Säule auf einer Obstkiste, ein Schwert im Rücken… Welch bittere Ironie! Von wegen Dürer stand der Sache der Bauern distanziert gegenüber!

Und ein Wort aus Müntzers letztem Brief, in Heldrungen an die Mühlhäuser geschrieben, zum Schluss: „Ich habe euch oftmals gewarnet, daß die Strafe Gottes nicht vermieden kann werden, durch die Oberkeit vorgenommen, es sei denn, daß man erkenne den Schaden. Welcher allzeit erkennet, den Schaden meiden kann.“

Das gilt nach wie vor.

2 Kommentare

  1. Lieber Wolfgang, du bezeichnest dich als voreingenommenen Müntzeraner, das kann ich gut verstehen, bin ich doch selbst ein solcher. Wie du auch biographisch geprägt, vor allem durch eine enge Bindung an Mühlhausen in Thüringen, das von 1975 bis 1991 den Namenszusatz Thomas-Müntzer-Stadt trug. Seit 1991 beherbergen die Mühlhäuser Museen immerhin die im gleichen Jahr gegründete Thomas-Müntzer-Gesellschaft.
    In deinem schönen, überaus informativen und ausführlichen Bericht zu den Müntzer’schen Spuren in Thüringen kommst du auf die Thüringer Landesausstellung in Mühlhausen zu sprechen, sie „fällt in drei Teile“ bemerkst du. Leider taucht in deinem Text der dritte Teil gar nicht auf: das Kulturhistorische Museum. In diesem wird der politischen, künstlerischen, historischen und kulturellen Rezeption des Bauernkriegs bis in unsere Gegenwart unter dem Motto „Bauernkrieg ein Kampfplatz der Erinnerung“ eindrucksvoll nachgegangen. Besonders die Auseinandersetzungen im 20. Jahrhundert (1925, 1935 und 1975) wären mitteilenswert gewesen. Aber vielleicht ergänzt du noch deinen Bericht.
    Auch mich hat die jetzt erschaffene „Bauernkriegssäule“ nach einer Studie Albrecht Dürers (in seinem Traktat zur Geometrielehre von 1525) erfreut. Natürlich ist das keine Distanzierung oder Verspottung der Bauern, da stimme ich dir zu. Im Gegenteil: Der vom Schwert durchbohrte Bauer auf der Hühnerkiste erinnert an im 16. Jahrhundert zeitgenössische Darstellungen des leidenden Jesus in der Rast, ist also eher eine Empathiebekundung Dürers.
    Beste Grüße Jürgen

    1. Lieber Jürgen,
      die Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum Mühlhausen habe ich nicht (mehr) gesehen. Das hatte Zeitgründe, ich habe eine Exkursionsgruppe durch Thüringen geführt. Man muss da auch an die Lenkzeiten des Busfahrers denken… Allerdings widmeten sich sowohl Schloss Allstedt als auch das Regionalmuseum Bad Frankenhausen vergleichsweise ausführlich diesen von Dir genannten Aspekten der Rezeptionsgeschichte des Bauernkriegs. Nach allem was ich weiß mit einer ähnlichen Grundaussage. Zu Ende ist das noch lange nicht „erzählt“, wie sich die Museologen heute einigermaßen gespreizt ausdrücken…
      Danke für den Kommentar!
      Herzlichst
      Wolfgang

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