Fortgesetzte Fremdbestimmung. Auch im Osten nichts Neues

von Stephan Wohanka Im Theater Ost findet seit einiger Zeit der „Perspektivwechsel- Eine deutsch-deutsche Diskussion“ statt, „ein Talkformat der Berliner Zeitung mit Holger Friedrich“. Am letzten, dritten Talk vor einigen Tagen konnte Friedrich durch widrige Umstände (die Begriffe „Learjet“ und „Kerosin“ fielen) nicht teilnehmen und so bestritten Behzad Karim Khani und Per Leo – ich… Fortgesetzte Fremdbestimmung. Auch im Osten nichts Neues weiterlesen

Berlin ist Spitze!

von Horst Jakob Zunächst: Fehlleistungen sind keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal Berlins. Bauzeit und finale Kosten der Elbphilharmonie Hamburg oder des Stuttgarter Bahnhofs sollen hier als Beispiele genügen, wobei beide Bauwerke „nur“ in Bezug ihrer Bauzeit und -kosten Fehlleistungen sind. Die „Mutter“ der Geldverschleuderung in Berlin: der Schloss-Wiederaufbau. Foto: W. Brauer (2014) Nun aber: Dreimal Berlin, und… Berlin ist Spitze! weiterlesen

Me-Too im BE, Lehman-Banker bei den Vaganten – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (21)

von Reinhard Wengierek Wie die tollkühnen Lehmann-Brüder aus Bayern in Amerika zu Bank-Bossen wurden: eine wahnwitzige Story, eine Familiensaga, ein Wirtschaftskrimi von Stefano Massini. „Lehman Brothers. Aufstieg und Fall einer Dynastie“ ist ein Aufreger. Spannend erzählt von den Vaganten in ihrer Studiobühne neben dem Theater des Westens in der Kantstraße.  „Ellen Babic“ ist der harmlose Titel einer… Me-Too im BE, Lehman-Banker bei den Vaganten – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (21) weiterlesen

Vom Schock der Wirklichkeit – Brâncuși in der Neuen Nationalgalerie

von Wolfgang Brauer Der rumänisch-französische Bildhauer Constantin Brâncuși (1876-1957) gehört zu den die Bildhauerei des 20. Jahrhunderts prägendsten Künstlern – neben Auguste Rodin nahm er wohl am nachhaltigsten auf die Ästhetik des skulpturalen Gestaltens Einfluss. Anders als Rodin überwand Brâncuși jedoch sehr früh in seinem Schaffen jegliche Bindung an wiedererkennbares figürliches Gestalten. Es gibt eine… Vom Schock der Wirklichkeit – Brâncuși in der Neuen Nationalgalerie weiterlesen

Frisch, fromm, fröhlich, frei!

von Heinz Jakubowski Die Turnfahrt. Aus: „Gut Heil! Ein Festgeschenk für Deutschlands turnende Jugend“ (1856). Foto: Sammlung W. Brauer Problemfrei waren sportliche Auseinandersetzungen sicher nie. Aber wie so oft: Die Dosis macht das Gift; hier jenes , das zumindest den „Kampfsport“ Fußball zunehmend rundum vergiftet. Immer mehr Gewalt rund um all die eigentlich sportlichen Kämpfe.… Frisch, fromm, fröhlich, frei! weiterlesen

Machen „große Männer“ Geschichte?

von Stephan Wohanka Der Historiker Heinrich von Treitschke meinte zu wissen: „Große Männer machen Geschichte“. Sind Tyrannen, Ignoranten, Idealisten, Narzissten und Rebellen, die „Geschichte machen“, auch „große Männer?“ François Gérard (1770-1837): Napoleon im Krönungsornat (1805). Der Kaiser schenkte dieses Bild gern mehr oder weniger befreundeten Monarchen. Foto: Sammlung W. Brauer. Die Geschichte des Sozialismus führt… Machen „große Männer“ Geschichte? weiterlesen

Der Lohn des Fleißes – ein Zug voller Kunst

von Gerhard Lehrke Man raube einem unterworfenen Volk seine Kultur und trage so zu seiner Erniedrigung und Schwächung bei – mit dem korrupten Nebeneffekt, dass man sich mit der Beute die eigenen Museen und (Privat-)Sammlungen auffüllt. So handhabte es Deutschland mit dem besetzten Polen im Zweiten Weltkrieg. Ein Mann brachte es jedoch fertig, schon ein… Der Lohn des Fleißes – ein Zug voller Kunst weiterlesen

Dem „Weltdorf“ unter den Teppich geschaut…

von Wolfgang Brauer Das niedersächsische Worpswede wird immer wieder mal gern als „Weltdorf“ bezeichnet. Das bezieht sich nicht zuletzt auf die sich seit 1889 zu einer Künstlergemeinschaft zusammengefunden habenden Maler und Grafiker Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler. Was dabei meist verschwiegen wird, ist die Herkunft des Begriffes „Weltdorf“.… Dem „Weltdorf“ unter den Teppich geschaut… weiterlesen

Im 100. Geburtsjahr von Gerenot Richter

von Klaus Hammer Gerade ist eine Gerenot-Richter-Ausstellung der Galerie der Berliner Graphikpresse in Berlin-Altglienicke zu Ende gegangen. Aber im Mai folgt schon das Kunstmuseum Ahrenshoop mit einer Jubiläums-Schau, die vor allem Motive von der Ostsee zeigen wird. Weitere Ausstellungen in Berlin und anderswo werden folgen. Der 1926 in Dresden geborene Gerenot Richter, der in den… Im 100. Geburtsjahr von Gerenot Richter weiterlesen

Max Hopp und Matthias Brandt – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (20)

von Reinhard Wengierek Das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm prunkt mit großen populären Solo-Abenden seiner Stars: Max Hopp liest und spielt, singt und tänzelt durch fast alle Rollen von Carl Zuckmayers Komödie „Der Hauptmann von Köpenick“; Matthias Brandt spielt den Theo Gantenbein in der Bühnenadaption des Romans von Max Frisch „Mein Name sei Gantenbein“. * EINS: BE… Max Hopp und Matthias Brandt – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (20) weiterlesen

Circus Germania (6) – Von Schulausfall, Herzlosigkeit, Amtsschikanen und Osterfeuern

von Wolfgang Brauer In meiner Gesamtschullehrerzeit in den 1990er-Jahren begegnete mir in einer großen Pause unsere Musiklehrerin, ein zierliches Persönchen, die zwischen Weinkrampf und Zornesausbruch schwankte wie ein Schilfrohr im Wind. Es stellte sich heraus, dass sie in der Folgestunde in die Turnhalle sollte, Sportunterricht in der 8. Klasse vertreten. Pädagogen wissen, das ist eine… Circus Germania (6) – Von Schulausfall, Herzlosigkeit, Amtsschikanen und Osterfeuern weiterlesen