Kriegslied

Anonym: Der Krieg (Flugbaltt aus dem Dreißigjährigen Krieg). Foto: Sammlung W. Brauer von Matthias Claudius s ist Krieg! s‘ ist Krieg! O Gottes Engel wehre,Und rede du darein!’s ist leider Krieg – und ich begehreNicht schuld daran zu sein! Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit GrämenUnd blutig, bleich und blaß,Die Geister der Erschlagenen… Kriegslied weiterlesen

„Die Wirklichkeit aufklärend durchdringen“ – Wolfgang Leber zum 90. Geburtstag

von Klaus Hammer Fast auf ein ganzes Saeculum kann der Maler, Grafiker und Bildhauer Wolfgang Leber in diesen Tagen zurückblicken. Der am 15. Februar 1936 geborene Berliner studierte seinerzeit an der Werkkunstschule und der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg, musste aber durch den Mauerbau 1961 sein Studium abbrechen. Er war dann freischaffend tätig, leitete… „Die Wirklichkeit aufklärend durchdringen“ – Wolfgang Leber zum 90. Geburtstag weiterlesen

Welttheater im BE -Fund-Stücke in Berliner Bühnenbetrieb (17)

von Reinhard Wengierek Zurück zu den Wurzeln – Welttheater der Antike im Berliner Ensemble: „Antigone“ von Sophokles in der selten gespielten Übersetzung von Hölderlin. Mit Constanze Becker, Jens Harzer und Kathleen Morgeneyer (Regie: Johan Simons). Und: Die Wiederaufnahme „Medea“ von Euripides (Regie: Michael Thalheimer). Kürzlich inszenierte er „Salome“ von Einar Schleef nach Oscar Wilde in… Welttheater im BE -Fund-Stücke in Berliner Bühnenbetrieb (17) weiterlesen

Deutsche Zustände (4) -Deutschland vor einem Umbruch?

von Wolfgang Brauer Zu Beginn des Monats ließen die selbsternannten „Leitmedien“ der Bundesrepublik Deutschland die Siegesfanfaren ertönen: „Sturzversuch in Thüringen gescheitert“. Politisch Interessierte rieben sich erstaunt die Augen und suchten in den Bildmedien nach Panzern auf dem Erfurter Domplatz und Barrikaden rund um die Kurmainzische Statthalterei, dem Sitz der Staatskanzlei. Was war wirklich passiert? Max… Deutsche Zustände (4) -Deutschland vor einem Umbruch? weiterlesen

Erlesenes – Goethe und Weimar und Stars aus Wernigerode

von Wolfgang Brauer Schreibende Menschen lesen in der ihnen eigenen Bescheidenheit am liebsten Texte und Zeitschriften, die sie selbst verzapft haben. Mir geht das nicht anders. Aber ich lese auch leidenschaftlich gern den Palmbaum, das „Literarische Journal aus Thüringen“. Diese Zeitschrift ist in den höchsten Tönen zu loben. Gegründet wurde sie 1993 in Jena von… Erlesenes – Goethe und Weimar und Stars aus Wernigerode weiterlesen

Sentenzen (6)

Gabrielle-Suzanne de Villeneuve (1685-1755) Es gibt kein Übel ohne ein Mittel dagegen, es sei denn der Tod. (Die Schöne und das Tier) Louis Carrogis Larmontelle (zugeschrieben): Madame de Villeneuve (1759). Foto: Public domain, via Wikimedia Commons Charles Duclos (1704-1772) Die Dummen leben nur von den Fehlern der geistreichen Leute. (Acajou und Zirphile) Johann Wolfgang von… Sentenzen (6) weiterlesen

Shakespeare im Irrwirre und Jüdisches zum Verzweifeln – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (16)

von Reinhard Wengierek Zwei sehr gegensätzliche Komödien, mehr oder weniger schwarz getönt: In der Schaubühne Yael Ronens Annäherung an den Nahost-Konflikt „Sabotage“. Und Shakespeares irres Verwechselungsding „Was ihr wollt“ im Berliner Ensemble. EINS: Berliner Ensemble – Herzrasen im Tollhaus Weiß man wirklich, was man will? Und weiß man, wer man wirklich ist? Sein und Schein,… Shakespeare im Irrwirre und Jüdisches zum Verzweifeln – Fund-Stücke im Berliner Bühnenbetrieb (16) weiterlesen

Malen „rücksichtslos und geradeaus“ – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker am 8. Februar 2026

von Klaus Hammer Sie ist die wohl wichtigste deutsche Malerin des 20. Jahrhunderts, wurde aber erst nach ihrem Tod 1907 als bedeutende Wegbereiterin der Moderne entdeckt. Paula Modersohn-Becker ist nur 31 Jahre alt geworden, hat aber in knapp 10 Jahren über 700 Gemälde und etwa 1500 Zeichnungen geschaffen. Ein erstaunliches, aber nicht abgeschlossenes Werk, gleichsam… Malen „rücksichtslos und geradeaus“ – Zum 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker am 8. Februar 2026 weiterlesen

„Nacht und Träume werden Licht“. Über eine verdrängte Friedenshymne

von Andreas Peglau Das übliche, staatlich, medial und „wissenschaftlich“ gestützte DDR-Verteufeln führt dazu, dass gleichzeitig eine Vielzahl bedeutender künstlerischer Leistungen mit in die Verdrängung gerissen werden. Das betrifft auch einen Text, der gerade heute wieder zu Gehör gebracht werden sollte. Die Grundlage für ihn wurde vor mehr als 200 Jahren gelegt – von Ludwig van… „Nacht und Träume werden Licht“. Über eine verdrängte Friedenshymne weiterlesen

Ein Paukenschlag: Karl Hofer in der Moritzburg

von Wolfgang Brauer Der Maler Karl Hofer (1878-1955) war ein ungemein produktiver Künstler. Das Werkverzeichnis umfasst insgesamt 2909 Gemälde, dazu eine unvergleichlich höhere Zahl von Arbeiten auf Papier. Wie bei vielen Künstlern seiner Generation muss man in Rechnung stellen, dass auch Hofer unter das Nazi-Verdikt der „entarteten Kunst“ fiel. 313 Arbeiten wurden aus deutschen Museen… Ein Paukenschlag: Karl Hofer in der Moritzburg weiterlesen